Blick von oben auf die Visualisierung der Landtagserweiterung mit Kubus und Erweiterungsbau

Erweiterung und Sanierung

Bauen für ein modernes Haus der Demokratie

Detailansicht öffnen: Sechs Spaten stecken nebeneinander in einem Sandhaufen. Im Hintergrund ist das Kongresszentrum zu sehen.
Bis zum Jahr 2037 wird der Landtag erweitert und saniert.
Detailansicht öffnen: Jemand hält den Plan mit dem Erweiterungsbau in der Hand. Im Hintegrund ist die Freifläche zu sehen, auf der der Bau entstehen wird.
Auf dieser Freifläche wird der Erweiterungsbau entstehen.

Der Sächsische Landtag wird saniert und erhält einen Erweiterungsbau auf der Freifläche zwischen dem Maritim-Hotel und der Elbe sowie einen Kubus im Innenhof des Parlaments. Es entstehen damit bis zum Jahr 2030 zusätzliche Räume für öffentliche Anhörungen der Parlamentsausschüsse, ein modernes Besucherzentrum sowie mehr Bürofläche und eine zeitgemäße unterirdische Technikzentrale. Die Bauarbeiten starteten offiziell mit dem ersten Spatenstich am 9. September 2026.

Im bestehenden Parlamentsgebäude muss vor allem die technische Infrastruktur dringend erneuert werden. Diese Komplexsanierung soll ab den Jahren 2030/31 starten.

Im Mai 2026 haben die vorbereitenden Arbeiten auf dem Bernhard-von-Lindenau-Platz vor dem Landtag begonnen. Der öffentliche Eingang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist seither ausschließlich elbseitig erreichbar.

Hier informiert der Landtag transparent über den aktuellen Stand der Bauarbeiten (Stand: 9. September 2026).

Erweiterung des Parlaments

Detailansicht öffnen:
Visualisierung des Erweiterungsbaus auf der Freifläche zwischen Maritim-Hotel und Elbe (Stand: Januar 2025)
Detailansicht öffnen:
Visualisierung des Kubus im Innenhof (Stand: Juni 2025)

Zwei Erweiterungsbauten mit insgesamt 2.000 Quadratmetern Bürofläche sollen den seit Jahren gestiegenen Platzbedarf sowie die Anforderungen an einen modernen Parlamentsbetrieb decken.

"Riegel"

Ein 84 Meter langes, dreigeschossiges Gebäude ist auf der Freifläche zwischen Plenarsaal, Kongresszentrum, Elbe und Maritim-Hotel vorgesehen. Städtebaulich bildet der Erweiterungsbau einen Lückenschluss zwischen dem Landtag und dem Kongresszentrum. Er greift die charakteristische Anordnung der Bebauung entlang der Elbe auf. Das Gebäude soll unterirdisch über einen Tunnel unter der Packhofstraße mit dem bestehenden Gebäude verbunden werden. Der Riegel wird in drei "Scheiben" mit jeweils sechs Metern Breite geteilt, die versetzt zueinander stehen. In dem Gebäude entstehen Büroräume, u. a. Abgeordnetenbüros.Auf dem Platz zwischen der Rückseite des Baus und der Terrasse des Maritim-Hotels wird ein 70 Meter langes und zehn Meter breites Hochbeet Platz finden.

Technikzentrale

Unterirdisch wird eine hochkomplexe Technikzentrale geschaffen, die mit dem bestehenden Gebäude verbunden ist. Sie umfasst die technischen Anlagen zur Steuerung für Klima- und Lüftungsanlagen, Strom und Elektronik sowie u. a. die Anlagen für die Beschallung, Telefontechnik, Sicherheitstechnik und Brandschutz.

Kubus

Im Innenhof des Parlaments wird ein Kubus entstehen, der das derzeitige Ensemble mit seinem weithin sichtbaren begrünten Dach überragt und u. a. einen zeitgemäßen Anhörungssaal mit kleiner Besuchertribüne und einen moderner Besucherbereich enthalten wird. Damit wird dem zunehmenden Bedarf an öffentlichen Sitzungen, modernen Übertragungsmöglichkeiten und den Bedürfnissen der Besuchern Rechnung getragen. Unterirdisch ist ein abhörsicherer Raum geplant.

Moderne, funktionsfähige Räume bringen spürbare Verbesserungen bei öffentlichen Ausschussanhörungen und der Betreuung von über 35.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr, darunter zahlreiche Schulklassen. Die Angebote des Besucherdienstes (Abgeordnetengespräche. Führungen, Planspiele) sind ein zentraler Bestandteil der politischen Bildung. Die Zahl der Besucher hat sich seit den 1990-er Jahren mehr als verdoppelt (14.000 Besucher im Jahr 1994), sodass es derzeit an Kapazitäten bei Zugang Räumen, Sanitäranlagen und Garderoben mangelt.

Die Erweiterungsbauten sind Voraussetzung dafür, den mehr als 30 Jahre alten Gebäudebestand anschließend grundlegend zu sanieren und zugleich den parlamentarischen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Sanierung des Parlaments

Detailansicht öffnen: Baufeld hinter dem Plenarsaal: Absperrung und Bagger
Absperrung auf der Freifläche hinter dem Plenarsaal (Stand: März 2026)
Detailansicht öffnen:  Baufeld auf der Fläche vor dem Plenarsaal:
Hier soll ab September 2026 ein Erweiterungsbau entstehen. (Stand: März 2026)

Vorgesehen ist die dringend notwendige Sanierung des Gebäudensembles aus bestehendem Alt- und Neubau. Mehr als drei Jahrzehnte intensiver Nutzung haben dem Haus, einst erstes neues Parlamentsgebäude der ostdeutschen Bundesländer, mittlerweile stark zugesetzt. Im Landtag müssen zum Beispiel das gesamte IT-Leitungsnetz sowie die Elektro- und Medientechnik erneuert werden. Aber auch die Barrierefreiheit, der Brandschutz und die Beleuchtung sollen durch die Baumaßnahmen optimiert werden. 

Das Gebäude des Sächsischen Landtags war zuletzt vor über 30 Jahren saniert und der Neubau mit Plenarsaal und Bürgerfoyer am Elbufer errichtet worden.

Der Beginn der Komplexsanierung ist für die Jahre 2030/2031 vorgesheen. Hierfür ist der Komplettauszug aus dem Bestandsgebäude vorgesehen. Dafür sollen die Räumlichkeiten in der Devrientstraße und die Neubauten genutzt werden. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist bis 2037 geplant.

 

Geänderter Zugang zum Parlament

Der öffentliche Zugang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist ausschließlich elbseitig erreichbar. Diesen Eingang nutzen Besuchergruppen sowie Einzelbesucher und Medienvertreter für den Zugang zu Führungen, Sitzungen und Veranstaltungen im Plenarsaal, Pressekonferenzen der LPK sowie zur Ausstellung "Das Parlament der Sachsen". Das Bürgerfoyer ist unverändert montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Landtagsvorplatz steht während der Baumaßnahmen für Demonstrationen nicht zur Verfügung. Demonstrationen werden in der Nähe des Parlaments, etwa in den angrenzenden Straßenbereichen, jedoch weiterhin möglich sein.

Baustellenticker: ab Mai 2026

Detailansicht öffnen: Rede des Landtagspräsidenten Alexander Dierks zum Start der Bauarbeiten
Offizieller Baustart im September 2026
Detailansicht öffnen: Symbolischer Spatenstich für den Erweiterungsbau mit Architektin Katrin Leers-Kulka, Finanzminister Christian Piwarz, Landtagspräsident Alexander Dierks, Landtagsdirektorin Dr. silivia Brüggen und Vertretern des SIB
Symbolischer Spatenstich zum Start der Bauarbeiten am 9. September 2026.

9. September 2026: Symbolischer Spatenstich

Am 9. September startete mit einem symbolischen Spatenstich für den Erweiterungsbau auf der Freifläche zwischen dem Landtagsgebäude und dem Kongresszentrum die erste Etappe für die Sanierung und Erweiterung. Landtagspräsident Alexander Dierks und Finanzminister Christian Piwarz setzten den ersten Spatenstich und gaben so den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten. 

Landtagspräsident Alexander Dierks unterstrich die Bedeutung der Baumaßnahme für die Zukunft des Parlaments: "Der Sächsische Landtag ist das Herz unserer Demokratie. Damit unser Parlament seine Aufgaben verlässlich erfüllen kann, braucht es zeitgemäße Technik und ausreichend Raum für Abgeordnete, Beschäftigte und die vielen Besucherinnen und Besucher. Das ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr gegeben. Nach über 30 Jahren sind die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen überfällig. Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen Parlamentsgebäude."

Finanzminister Christian Piwarz machte deutlich, worauf es bei dem Vorhaben aus Sicht des Freistaates ankommt: "Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein anspruchsvolles Bauvorhaben an einem besonderen Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen, den Sächsischen Landtag grundlegend zu sanieren. Damit sorgen wir dafür, dass das Parlament während der Bauzeit arbeitsfähig bleibt. Diese Sanierung ist notwendig und lässt sich nicht aufschieben. Gleichzeitig haben wir eine Lösung gewählt, die einen vollständigen Auszug des Parlaments in ein eigens zu errichtendes Interimsgebäude vermeidet. Das ist funktional und wirtschaftlich der richtige Weg."

Die Sanierung und Erweiterung des Sächsischen Landtags wird unter Leitung der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) realisiert. Die Planung knüpft an die Entwürfe des 2024 verstorbenen Architekten Prof. Peter Kulka an, der bereits den Landtagsneubau mit Plenarsaal Anfang der 1990er Jahre entworfen hatte. Seine Arbeit wird von Katrin Leers-Kulka fortgeführt.

Herbst 2026: Aushub der Baugrube

Geplant ist der Beginn des Aushubs der Baugrube für die Technikzentrale.

Sommer 2026: Erweiterung des Baustellenbereichs

Die Fahrradständer haben einen neuen Standort auf dem Landtagsvorplatz erhalten. Die Fußgängerampel auf der Devrientstraße wurde in Richtung Innenstadt verlegt. 

Zudem erfolgt der Ausbau der Baustelleneinfahrt zum Innenhof an der Devrientstraße für Baufahrzeuge und die Einrichtung der Baustelle auf der Freifläche vor dem Maritim-Hotel.

Juni 2026: geänderte Anlieferzone

Ab dem 29. Juni wird die bisherige Anlieferzone am Tor E für den Lieferverkehr gesperrt. Für Anlieferungen und Abholungen ist die Zufahrt über die Tiefgarage in der Kleinen Packhofstraße zu nutzen. Hintergrund sind vorbereitende Arbeiten im Innenhof des Gebäudes. für welche die Anlieferzone am Tor E ertüchtigt werden muss.

Im Zuge der Baustelleneinrichtung werden Teile des Bernhard-von-Lindenau-Platzes asphaltiert. Die Asphaltschicht dient als Schutzdecke für den Landtagsvorplatz, damit anschließend Baufahrzeuge die Fläche befahren und Baucontainer aufgestellt werden können.

Mai 2026: Baustelleneinrichtung auf dem Vorplatz

Am 26. Mai haben die vorbereitenden Arbeiten auf dem Bernhard-von-Lindenau-Platz vor dem Landtag begonnen. Damit ändert sich die Erreichbarkeit des Zugangs zum Landtag. Der öffentliche Eingang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist ausschließlich elbseitig erreichbar. 

Die mit der Baustelleneinrichtung in den kommenden Wochen entstehenden Geh- und Fahrwege bleiben während der gesamten Komplexsanierung weitgehend bestehen. Die Zufahrt zum Bereich Altbaueingang für berechtigte Fahrzeuge ist nur noch aus der Richtung Devrientstraße (Altbau) möglich. Die Ein- und Ausfahrt über die Elbseite (Neue Terrasse) ist nicht mehr möglich.

Welche Kosten sind geplant?

Die Gesamtbaukosten betragen 317,2 Mio. Euro und setzen sich folgendermaßen zusammen: 

  • Erweiterungsbau auf der Freifläche: 73,6 Mio. Euro
  • Kubus im Innenhof: 38,6 Mio. Euro 
  • Sanierung bestehender Gebäudeteile: 202,2 Mio. Euro
  • vorgezogene Leistungen: 2,8 Mio. Euro

Für die Baupreisentwicklung während der geplanten Bauzeit bis zum Jahr 2037 ist eine Risikovorsorge von 132,9 Mio. Euro vorgesehen.

Welche Haushaltsmittel werden in den kommenden Jahren benötigt?

Für die gesamte Baumaßnahme werden in den kommenden Jahren folgende Mittel aus dem Landeshaushalt benötigt:

  • 2026:                     8,2 Mio. Euro
  • 2027:                   14,1 Mio. Euro
  • 2028:                   24,6 Mio. Euro
  • 2029:                   26,6 Mio. Euro
  • 2030-2037:        225,7 Mio. Euro

Planungen: 2019 bis 2025

Detailansicht öffnen: Architekt Prof. Peter Kulka erklärt seine Entwürfe im Plenarsaal des Landtags.
Architekt Prof. Peter Kulka
Detailansicht öffnen: Prof. Wolfgang Lorch, Vorsitzender der Gestaltunsgkommission, am Rednerpult im Plenarsaal des Sächsischen Landtags
Prof. Wolfgang Lorch, Vorsitzender der Gestaltungskommission

2019

2019 beauftragte der Staatsbetrieb Sächsiches Immobilien- und Baumanagement (SIB) das Büro des Architekten Prof. Peter Kulka (1937 bis 2024) mit den Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Sächsischen Landtags. Der renommierte Dresdner Architekt hatte bereits den mehrfach peisgekrönten Landtagsneubau Anfang der 1990-er Jahre entworfen, der zum Symbol des demokratischen Neubeginns in Sachsen nach 1990 wurde.

2022

Im September 2022 stimmte das Präsidium des Sächsischen Landtags, in dem alle Fraktionen des Parlaments vertreten sind, einstimmig den Baumaßnahmen zu und beschloss, dass Bau und Sanierung im laufenden Parlamentsbetrieb stattfinden. Damit entschied sich das Präsidium zugleich gegen die ursprünglichen Pläne, wonach das Parlament für die Dauer der Sanierungsarbeiten komplett in einen Ersatzbau in das nahegelegene Packhof-Quartier umziehen sollte. Entsprechende Überlegungen erwiesen sich im Verlauf der Bauplanung aus wirtschaftlichen, sicherheitstechnischen und logistischen Gründen als nicht sinnvoll. Die Zweiteilung des Landtags hätte parlamentarische Abläufe erschwert und dauerhaft enorme Zusatzkosten verursacht.

2024

Die Bebauung in erster Reihe in direkter Nachbarschaft zur weltberühmten Dresdner Canaletto-Silhouette wird eng von der Gestaltungskommission der Stadt Dresden unter Vorsitz von Prof. Wolfgang Lorch begleitet. Im Juni 2024 stimmte das Gremium dem finalen Entwurf des SIB für die Erweiterung des Parlaments zu. Vorangegangen waren dem Beschluss intensive Diskussionen und ein Arbeitsprozess, in dem die Gestaltung mehrfach angepasst wurde. Wichtig war allen Beteiligten, transparent über den Arbeitsprozess zu berichten und die Stadtgesellschaft in diesen Prozess einzubeziehen.

2025

Im März 2025 entschied das Präsidium des Sächsischen Landtags, dass angesichts der angespannten Haushaltslage im Freistaat die Baumaßnahmen zeitlich gestreckt werden. So wird der Baustart für den Kubus im Innenhof verschoben.