Der Sächsische Landtag wird saniert und erhält einen Erweiterungsbau auf der Freifläche zwischen dem Maritim-Hotel und der Elbe sowie einen Kubus im Innenhof des Parlaments. Es entstehen zusätzliche Räume für öffentliche Anhörungen der Parlamentsausschüsse, ein modernes Besucherzentrum sowie mehr Bürofläche. Zudem muss die technische Infrastruktur des bestehenden Parlamentsgebäudes dringend erneuert werden.
Im Mai 2026 haben die vorbereitenden Arbeiten auf dem Bernhard-von-Lindenau-Platz vor dem Landtag begonnen. Damit ändert sich die Erreichbarkeit des Zugangs zum Landtag. Der öffentliche Eingang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist ausschließlich elbseitig erreichbar.
Der Spatenstich für den Erweiterungsbau auf der Freifläche zwischen dem Maritim-Hotel und der Elbe erfolgt voraussichtlich im September 2026.
Hier informiert der Landtag transparent über den aktuellen Stand der Bauarbeiten (Stand: 4. Juni 2026).
Vorgesehen ist die dringend notwendige Sanierung des Gebäudensembles aus bestehendem Alt- und Neubau. Mehr als drei Jahrzehnte intensiver Nutzung haben dem Haus, einst erstes neues Parlamentsgebäude der ostdeutschen Bundesländer, mittlerweile stark zugesetzt. Im Landtag müssen zum Beispiel das gesamte IT-Leitungsnetz sowie die Elektro- und Medientechnik erneuert werden. Aber auch die Barrierefreiheit, der Brandschutz und die Beleuchtung sollen durch die Baumaßnahmen optimiert werden.
Zwei Erweiterungsbauten mit insgesamt 2.000 Quadratmetern Bürofläche sollen den seit Jahren gestiegenen Platzbedarf sowie die Anforderungen an einen modernen Parlamentsbetrieb decken.
Ein rund 70 Meter langes, zweigeschossiges Gebäude ist auf der Freifläche zwischen Plenarsaal, Kongresszentrum, Elbe und Maritim-Hotel vorgesehen. Es soll unterirdisch über einen Tunnel unter der Packhofstraße mit dem bestehenden Gebäude verbunden werden. Das Gebäude wird in drei "Scheiben" mit jeweils sechs Metern Breite geteilt, die versetzt zueinander stehen. Auf dem Platz zwischen der Rückseite des Baus und der Terrasse des Maritim-Hotels wird ein 70 Meter langes und zehn Meter breites Hochbeet Platz finden.
Im Innenhof des Parlaments wird ein Kubus entstehen, der das derzeitige Ensemble mit seinem weithin sichtbaren begrünten Dach überragt und u. a. einen zeitgemäßen Anhörungssaal beherbergen wird.
Moderne, funktionsfähige Räume bringen spürbare Verbesserungen bei öffentlichen Ausschussanhörungen und der Betreuung von über 30.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr, darunter zahlreiche Schulklassen.
Der öffentliche Zugang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist ausschließlich elbseitig erreichbar. Diesen Eingang nutzen Besuchergruppen sowie Einzelbesucher und Medienvertreter für den Zugang zu Führungen, Sitzungen und Veranstaltungen im Plenarsaal, Pressekonferenzen der LPK sowie zur Ausstellung "Das Parlament der Sachsen". Das Bürgerfoyer ist unverändert montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Im Zuge der Baustelleneinrichtung werden Teile des Bernhard-von-Lindenau-Platzes asphaltiert. Die Asphaltschicht dient als Schutzdecke für den Landtagsvorplatz, damit anschließend Baufahrzeuge die Fläche befahren und Baucontainer aufgestellt werden können.
Am 26. Mai haben die vorbereitenden Arbeiten auf dem Bernhard-von-Lindenau-Platz vor dem Landtag begonnen. Damit ändert sich die Erreichbarkeit des Zugangs zum Landtag. Der öffentliche Eingang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und LPK-Pressezentrum ist ausschließlich elbseitig erreichbar.
Die mit der Baustelleneinrichtung in den kommenden Wochen entstehenden Geh- und Fahrwege bleiben während der gesamten Komplexsanierung weitgehend bestehen. Die Zufahrt zum Bereich Altbaueingang für berechtigte Fahrzeuge ist nur noch aus der Richtung Devrientstraße (Altbau) möglich. Die Ein- und Ausfahrt über die Elbseite (Neue Terrasse) ist nicht mehr möglich.
2019 beauftragte der Staatsbetrieb Sächsiches Immobilien- und Baumanagement (SIB) das Büro des Architekten Prof. Peter Kulka (1937 bis 2024) mit den Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Sächsischen Landtags. Der renommierte Dresdner Architekt hatte bereits den mehrfach peisgekrönten Landtagsneubau Anfang der 1990-er Jahre entworfen, der zum Symbol des demokratischen Neubeginns in Sachsen nach 1990 wurde.
Im September 2022 stimmte das Präsidium des Sächsischen Landtags, in dem alle Fraktionen des Parlaments vertreten sind, einstimmig den Baumaßnahmen zu und beschloss, dass Bau und Sanierung im laufenden Parlamentsbetrieb stattfinden. Damit entschied sich das Präsidium zugleich gegen die ursprünglichen Pläne, wonach das Parlament für die Dauer der Sanierungsarbeiten komplett in einen Ersatzbau in das nahegelegene Packhof-Quartier umziehen sollte. Entsprechende Überlegungen erwiesen sich im Verlauf der Bauplanung aus wirtschaftlichen, sicherheitstechnischen und logistischen Gründen als nicht sinnvoll. Die Zweiteilung des Landtags hätte parlamentarische Abläufe erschwert und dauerhaft enorme Zusatzkosten verursacht.
Die Bebauung in erster Reihe in direkter Nachbarschaft zur weltberühmten Dresdner Canaletto-Silhouette wird eng von der Gestaltungskommission der Stadt Dresden unter Vorsitz von Prof. Wolfgang Lorch begleitet. Im Juni 2024 stimmte das Gremium dem finalen Entwurf des SIB für die Erweiterung des Parlaments zu. Vorangegangen waren dem Beschluss intensive Diskussionen und ein Arbeitsprozess, in dem die Gestaltung mehrfach angepasst wurde. Wichtig war allen Beteiligten, transparent über den Arbeitsprozess zu berichten und die Stadtgesellschaft in diesen Prozess einzubeziehen.
Im März 2025 entschied das Präsidium des Sächsischen Landtags, dass angesichts der angespannten Haushaltslage im Freistaat die Baumaßnahmen zeitlich gestreckt werden. So wird der Baustart für den Kubus im Innenhof verschoben.