Landtagspräsident: „Jüdisches Leben gehört fest zu Sachsen“

11/2026 Datum 26.01.2026

Alexander Dierks: Staat und Gesellschaft dürfen heutige Bedrohungen für Jüdinnen und Juden niemals akzeptieren

Zum morgigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks:

„Geschichte und Gegenwart lassen sich nicht trennen: Der Holocaust war ein Massenmord ungeheuren Ausmaßes und die Aufhebung jeglicher Menschlichkeit. Das Gedenken an die Opfer und die Verantwortung für das jüdische Leben in Deutschland bleiben zeitlose und zentrale Aufgaben für unser Land.

Jüdische Religion und jüdisches Leben gehören fest zu Sachsen und zu unserer freien Gesellschaft. Das landesweite Themenjahr ‚Tacheles‘ bietet allen Bürgerinnen und Bürgern viele Gelegenheiten, jüdische Kultur persönlich zu erleben und kennenzulernen. Ich wünsche mir, dass jüdisches Leben auf Dauer im Freistaat noch sichtbarer wird.

Unsere freiheitliche Demokratie gibt das Versprechen, dass alle Menschen ihren Glauben frei leben dürfen und sich bei uns sicher fühlen. Wenn Jüdinnen und Juden aus Angst vor Bedrohung teilweise wieder mit Vorsicht in die Öffentlichkeit gehen und etwa auf eine Kippa verzichten, dann ist das beschämend für unsere Gesellschaft. Das dürfen wir als Staat und als Bürgergesellschaft niemals akzeptieren. Antisemitismus muss konsequent geahndet werden, egal welcher Ideologie er entspringt.“

Am Dienstag, 27. Januar 2026, um 11.00 Uhr erinnert der Sächsische Landtag mit einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. Unter dem Titel „Ein Gebet für mich“ präsentiert die polnisch-norwegische Sängerin und Schauspielerin Bente Kahan Werke verfemter Künstlerinnen und Künstler, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Dazu sind auch Schülerinnen und Schüler eingeladen. Landtagspräsident Alexander Dierks eröffnet das Gedenken mit einer Rede.

Mehr zur Gedenkveranstaltung: Pressemitteilung