25.06.2026 bis 26.06.2026
Vom 25. bis 26. Juni war das Präsidium des Landtags Nordrhein-Westfalen unter Leitung von Landtagspräsident André Kuper beim Sächsischen Landtag zu Gast. Im Fokus der Gespräche standen der Erfahrungsaustausch beider Parlamente sowie konstruktive Gespräche über aktuelle Herausforderungen. Nicht fehlen durfte natürlich ein Blick hinter die Kulissen des Sächsischen Landtags sowie die zeitgleich stattfindende Landtagssitzung.
Landtagspräsident Alexander Dierks empfing die Gäste aus NRW am Donnerstag in Dresden. Das Parlament in Sachsen kam an diesem Tag zu seiner letzten Sitzung vor der parlamentarischen Sommerpause zusammen, sodass die Delegation Gelegenheit hatte, die Debatten hautnah von der Tribüne im Plenarsaal zu erleben. Nach einem Rundgang durch das Haus informierte sich die Besuchergruppe über die geplanten Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude des Sächsischen Landtags.
Am Freitag trafen die Gäste zu einem Erfahrungsaustausch mit Landtagspräsident Alexander Dierks sowie Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe und dem Sächsischen Integrationsbeauftragten Martin Modschiedler zusammen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen parlamentarischen Situationen in beiden Landesparlamenten. So interessierten sich die Gäste aus Nordrhein-Westfalen insbesondere für die Arbeit des Sächsischen Landtags unter den Bedingungen einer Minderheitsregierung. Die Sachsen zeigten sich ihrerseits beeindruckt von der hohen Anzahl der Ausschüsse im nordrhein-westfälischen Landtag und der damit verbundenen intensiven Ausschussarbeit. Überrascht waren die Abgeordneten aus Nordrhein-Westfalen von der vergleichsweisen großen Offenheit des Sächsischen Landtags, der einen stetigen Ausgleich zwischen demokratischer Transparenz und den Anforderungen an die Sicherheit des Parlaments erfordert. Neben Unterschieden in den parlamentarischen Abläufen und Strukturen wurde natürlich auch viele Gemeinsamkeiten festgestellt. So sei die Debattenkultur in beiden Landesparlamenten ähnlich und der parlamentarische Austausch werde engagiert, mitunter auch kontrovers, geführt, so die übereinstimmende Einschätzung der Gesprächspartner.
Abgerundet wurde der zweitägige Besuch durch eine Stippvisite im Ständehaus. Parlamentspräsident Alexander Dierks persönlich zeigte den Gästen den ehemaligen Sitz des Sächsischen Landtags (1907 bis 1933). In Anknüpfung an die parlamentarische Tradition verfügt er über einige repräsentative Räume in dem Gebäude, in dem ansonsten heute das Oberlandesgericht Dresden und das Landesamt für Denkmalpflege residieren.
Autorin: Eva Yang