Ausstellung "Einblicke - Jüdisches Leben heute in Sachsen"

Datum 08.09.2026 bis 23.09.2026

Vorbereitungen auf das Pessach-Fest in der Jüdischen Gemeinde Chemnitz. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten nach jahrhundertelanger Sklaverei. Der Auszug selbst allerdings musste schnell vonstattengehen – Zeit für das Backen von Brot

Vorbereitungen auf das Pessach-Fest in der Jüdischen Gemeinde Chemnitz

Jüdisches Leben in Sachsen in 40 Fotografien zeigen? Das mag auf den ersten Blick zu kurz greifen, aber es funktioniert. Für die Ausstellung "Einblicke - Jüdisches Leben in Sachsen" haben sich drei renommierte sächsische Fotografen mit jüdischem Leben in Sachsen auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist im Bürgerfoyer des Landtags vom 8. bis 23. September 2026 im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur "Tacheles 2026" zu sehen. Kommen Sie gern vorbei!

Fotoausstellung im Bürgerfoyer des Parlaments

Detailansicht öffnen: Großes Familienfoto vor der Görlitzer Synagoge. Die Jewish Remembrance Week vereint Jahr für Jahr die Nachfahren ehemaliger jüdischer Familien in der Stadt. Im Sommer 2026 kamen rund 150 Menschen unter anderem aus den USA, Israel, Kanada, Großbritannien,
Großes Familienfoto (Ausschnitt) vor der Görlitzer Synagoge. Die Jewish Remembrance Week vereint Jahr für Jahr die Nachfahren ehemaliger jüdischer Familien in der Stadt. Im Sommer 2026 kamen rund 150 Menschen unter anderem aus den USA, Israel, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Spanien.
Detailansicht öffnen: Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla mit einer Thora-Rolle in der Brodyer Synagoge.
Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla mit einer Thora-Rolle in der Brodyer Synagoge. Diese Leipziger Synagoge überstand als eine der wenigen die nationalsozialistischen Novemberpogrome in Deutschland 1938. Heute ist sie das zentrale Gebäude der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

Jüdisches Leben in Sachsen in 40 Fotografien zeigen? Das mag auf den ersten Blick zu kurz greifen. Zu vielfältig sind Religion und Kultur, Tradition und Kulinarisch, Bräuche und Alltagsleben. Sie speisen sich aus 4.000 Jahren Tradition, aus der Liebe zur Thora, aus historischen Erfahrungen, aus existenziellen Einschnitten. 

 Jüdisches Leben im heutigen Sachsen ist undenkbar ohne die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er-Jahren. Bis zu 3.000 Menschen kamen damals nach Leipzig, Dresden und Chemnitz. Sie, ihre Kinder und Enkel prägen die drei Einheitsgemeinden in Sachsen bis heute maßgeblich.

 Jüdisches Leben findet heute zwischen Zuversicht und Sorge statt: zwischen der Hoffnung auf eine gute Zukunft und dem Blick auf gesellschaftliche Spannungen und zunehmenden Antisemitismus. Dazwischen aber auch viele Momente von Freude, Zusammenhalt und Miteinander. 

Der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden hat die Ausstellung erstellt. Sie wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mitfinanziert durch Steuermittel  auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Vorgestellt: Die Fotografen hinter der Ausstellung

Detailansicht öffnen: Porträt Stephan Dietze
Stephan Dietze
Detailansicht öffnen: Porträt Norbert Millauer
Norbert Millauer
Detailansicht öffnen: Porträt Matthias Schumann
Matthias Schumann

Für diese Ausstellung haben sich drei renommierte sächsische Fotografen mit jüdischem Leben in Sachsen auseinandergesetzt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit präzisem Blick und Empathie haben sie Menschen, Orte und Momente festgehalten. Ihre Fotografien geben Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens in Sachsen.

Stephan Dietze

Stephan Dietze aus Leipzig ist eng mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus in Leipzig verbunden und begleitet seit Längerem fotografisch die Arbeit des Hauses ebenso wie die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig. Von ihm stammt auch das Video über die Leipziger  Gemeinde in dieser Ausstellung. 

Norbert Millauer

Norbert Millauer aus Dresden arbeitet als professioneller Fotograf für Presseagenturen und Medien. Der gebürtige Chemnitzer begleitet mit seinen Fotos seit Jahren die Jüdische Gemeinde zu Dresden. 

Matthias Schumann

Matthias Schumann aus Radebeul kann auf zahlreiche Fotoprojekte in Osteuropa verweisen, zum Beispiel in der Ukraine. Bei seinen Besuchen verfolgte er auch jüdische Spuren im Land. Er arbeitet zudem als Pressefotograf in Mitteldeutschland.

Öffnungszeiten und Zugang

Die Ausstellung  kann während der Öffnungszeiten des Bürgerfoyers besichtigt werden.

Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr (8. bis 23. September 2026)

Achtung: Im Zuge von Baumaßnahmen ist der Neubau mit dem Bürgerfoyer nur elbseitig erreichbar.