08.09.2026 bis 23.09.2026
Vorbereitungen auf das Pessach-Fest in der Jüdischen Gemeinde Chemnitz
Jüdisches Leben in Sachsen in 40 Fotografien zeigen? Das mag auf den ersten Blick zu kurz greifen, aber es funktioniert. Für die Ausstellung "Einblicke - Jüdisches Leben in Sachsen" haben sich drei renommierte sächsische Fotografen mit jüdischem Leben in Sachsen auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist im Bürgerfoyer des Landtags vom 8. bis 23. September 2026 im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur "Tacheles 2026" zu sehen. Kommen Sie gern vorbei!
Jüdisches Leben in Sachsen in 40 Fotografien zeigen? Das mag auf den ersten Blick zu kurz greifen. Zu vielfältig sind Religion und Kultur, Tradition und Kulinarisch, Bräuche und Alltagsleben. Sie speisen sich aus 4.000 Jahren Tradition, aus der Liebe zur Thora, aus historischen Erfahrungen, aus existenziellen Einschnitten.
Jüdisches Leben im heutigen Sachsen ist undenkbar ohne die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er-Jahren. Bis zu 3.000 Menschen kamen damals nach Leipzig, Dresden und Chemnitz. Sie, ihre Kinder und Enkel prägen die drei Einheitsgemeinden in Sachsen bis heute maßgeblich.
Jüdisches Leben findet heute zwischen Zuversicht und Sorge statt: zwischen der Hoffnung auf eine gute Zukunft und dem Blick auf gesellschaftliche Spannungen und zunehmenden Antisemitismus. Dazwischen aber auch viele Momente von Freude, Zusammenhalt und Miteinander.
Der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden hat die Ausstellung erstellt. Sie wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Für diese Ausstellung haben sich drei renommierte sächsische Fotografen mit jüdischem Leben in Sachsen auseinandergesetzt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit präzisem Blick und Empathie haben sie Menschen, Orte und Momente festgehalten. Ihre Fotografien geben Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens in Sachsen.
Stephan Dietze aus Leipzig ist eng mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus in Leipzig verbunden und begleitet seit Längerem fotografisch die Arbeit des Hauses ebenso wie die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig. Von ihm stammt auch das Video über die Leipziger Gemeinde in dieser Ausstellung.
Norbert Millauer aus Dresden arbeitet als professioneller Fotograf für Presseagenturen und Medien. Der gebürtige Chemnitzer begleitet mit seinen Fotos seit Jahren die Jüdische Gemeinde zu Dresden.
Matthias Schumann aus Radebeul kann auf zahlreiche Fotoprojekte in Osteuropa verweisen, zum Beispiel in der Ukraine. Bei seinen Besuchen verfolgte er auch jüdische Spuren im Land. Er arbeitet zudem als Pressefotograf in Mitteldeutschland.
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Bürgerfoyers besichtigt werden.
Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr (8. bis 23. September 2026)
Achtung: Im Zuge von Baumaßnahmen ist der Neubau mit dem Bürgerfoyer nur elbseitig erreichbar.