Jahresreise der Vereinigung im Juni 2025 nach Mecklenburg-Vorpommern

Datum 22.06.2025 bis 25.06.2025

Ein Gruppenbild der VeMdL in Schwerin.

Vom 22. bis 25. Juni 2025 unternahmen 22 Vereinsmitglieder sowie Partnerinnen und Partner die Jahresreise der Vereinigung der ehemaligen Mitglieder des Sächsischen Landtags (VeMdL e. V.) nach Mecklenburg-Vorpommern. Neben einem Austausch im dortigen Landesparlament in Schwerin standen auch Besuche in Wismar und Gardelegen auf dem abwechslungsreichen Programm.

Fahrt nach Schwerin mit Zwischenstopp

Voller Erwartungen starteten wir mit einem klimatisierten Reisebus zu unserer Jahresreise in Dresden am Sächsischen Landtag. Die weiteren Zustiegsmöglichkeiten waren dann in Chemnitz und Leipzig. Unsere Präsidentin, Freifrau von Fritsch, begrüßte herzlich die 22 Vereinsmitglieder sowie deren 12 Partnerinnen und Partner - und los ging es! Dank der gut gefüllten Kühlbox beim Busfahrer musste niemand verdursten.

Ein erster Zwischenstopp führte uns in die Hansestadt Gardelegen, die flächenmäßig drittgrößte Stadt Deutschlands mit 49 Ortsteilen.  Inmitten der historischen Altstadt lohnte sich ein ausführlicher Blick auf das Rathaus mit seinen Arkaden mit Sterngewölbe – von Rauchschwalben intensiv als Nistplatz genutzt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen nahm uns ein gutgelaunter Stadtführer in Empfang - als „Uralt-Bürgermeister Julius Beck“, mit bürgerlichem Namen Rupert Kaiser. Seine alternative Stadtführung war unterhaltsam und informativ, wobei auch Anekdoten zum wohl berühmtesten Sohn der Stadt -Otto Reuter- nicht zu kurz kamen. Endpunkt der Tour war die Rolandstatue vor dem Rathaus, verziert mit einer Hopfenranke, ein Verweis auf die alte Brautradition der Stadt. Anschließend suchten wir zur willkommenen Erfrischung eine Eisdiele auf, bevor es weiterging.

Etwas später als geplant erreichten wir unser Hotel am Zielort Schwerin. Hier empfingen uns die Vertreterinnen und Vertreter unserer Partnerorganisation des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Präsidenten Eberhard Hoppe sowie Andreas Bluhm und Silke Gajek. Nach herzlicher Begrüßung gab es beim Abendessen einen regen Austausch.

Kultur und Politik im Schweriner Schloss

Am Montag stand eine Führung durch das Schweriner Schloss auf dem Programm - organisiert von der Protokollabteilung des dortigen Parlaments, denn: Das Schweriner Schloss ist zugleich Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. Eine fantastische Renovierung hat auch die Schlosskirche erfahren, die 8.758 Sterne im Gewölbe haben alle einen Paten gefunden und so sind die Kosten auch über Spenden finanziert worden. Bereits 2006 war unsere Vereinigung zu Gast in Schwerin, sodass der sichtbare Fortschritt der Sanierung uns sehr beeindruckte. So gehört das Residenzensemble Schwerin seit dem 27. Juli 2024 zum Weltkulturerbe. Darauf ist auch die 1. Vizepräsidentin des Landtages, Beate Schlupp, sichtlich stolz. Sie empfing uns im Plenarsaal zum Austausch und bei ihrer anschließenden Einladung zum Mittagessen in der Orangerie waren alle beeindruckt von dem sich uns bietenden Ambiente. 

Leider machte uns das Wetter beim geplanten Stadtrundgang in Schwerin einen Strich durch den Plan. Zum Glück holte unser Busfahrer uns bei strömendem Regen am Schloss ab und wir bekamen im Trockenen eine sehr fundierte Führung im Bus durch Jürgen Hingst. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Schweriner Doms mit Günther Ueckers „Lichtbogen“ -Kunstwerken, den strahlend blauen neuen Fenstern im Altarraum.                     

Natur und Welterbe

Am Dienstag führte uns die Reise nach Zarrentin, mit einem Besuch des Informationszentrum PAHLHUUS des UNESCO Biosphärenreservates Schaalsee. Empfangen wurden wir von einem prächtigen jungen Seeadler. Ein engagierter Ranger führte uns im Informationszentrum und anschließend im Kalkflachmoor - -mit spürbarer Leidenschaft und Fachwissen. Besonders erfreulich: Der Moorerlebnispfad ist barrierefrei und somit auch für Menschen mit Behinderung zugänglich. Zur Mittagspause gab es ganz zünftig Fischbrötchen – angerichtet von der Zarrentiner Schaalseefischerei.

Weiter ging es in die Hansestadt Wismar. Wismar ist vor allem für seine gut erhaltene historische Altstadt bekannt, die zusammen mit Stralsund 2002 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Auch hier erwartete uns eine sachkundige Führung, durch den ehemaligen Baudezernenten Kurt Leipelt. Nach ausgiebigem Stadtrundgang war genügend Zeit, dem Hafen einen Besuch abzustatten und die vielfältigen kulinarischen Angebote zu genießen.

Rückreise mit Halt im Landgestüt Redefin

Mittwoch war dann schon der Tag der Heimreise. Auch hier gab es einen Zwischenstopp, diesmal am Landgestüt Redefin.  Bei einer interessanten Führung erhielten wir Einblicke in die über 200-jährige Geschichte des Gestüts.

Dank der Organisation durch unsere Vizepräsidentin Uta Windisch haben wir auch bei dieser Jahresreise ein vielfältiges Programm erleben dürfen. Unser besonderer Dank gilt zudem unserer Präsidentin Angelika Freifrau von Fritsch sowie Martina Zärtner für die Betreuung der Reise.

Wir freuen uns auf weitere Möglichkeiten, uns zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auszutauschen und unser schönes Land immer wieder neu zu entdecken!

Autorin: Frau Petzold