Keine Mehrheit im Parlament fand der Antrag „Nach zwei Jahren Bauernprotest – Höchste Zeit zu handeln“ der BSW-Fraktion. Die einbringende Fraktion wollte damit die Staatsregierung auffordern, strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung für die Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Zentrale Punkte der Initiative sind verbindliche, schriftliche Verträge zwischen Erzeugern und Abnehmern mit Mindeststandards bei Preisen und Laufzeiten, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung sowie der gezielte Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Es brauche faire Preise, Planungssicherheit sowie Wertschätzung für die Anliegen der Bauern, um das Höfesterben zu stoppen, so die BSW-Fraktion. Alle Fraktionen waren sich einig, dass es weiteren Handlungsbedarf gibt, um die regionale Landwirtschaft zu stärken und wettbewerbsfähig zu halten. Der Antrag analysiere viele Probleme zutreffend, die daraus abgeleiteten Instrumente würden aber Markmechanismen außer Kraft setzen und die Bürokratie durch zusätzliche Regulierungen erhöhen. Stattdessen brauche es Wege, um die regionale Wertschöpfung zu verbessern und zudem müssten diese mit dem Bund und der EU koordiniert werden. Alle anderen Fraktionen stimmten gegen den Antrag bzw. enthielten sich.