Mit seinem Jahresbericht bilanzierte der Petitionsausschuss seine Arbeit in den Jahren 2024 und 2025. Im Jahr 2025 reichten die Bürgerinnen und Bürger 578 Petitionen beim Sächsischen Landtag ein. Im Jahr der Landtagswahl 2024 waren es 667 Petitionen. In beiden Berichtsjahren betrafen die meisten Anliegen den Zuständigkeitsbereich des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Unter den kreisfreien Städten kamen 2024 sowie 2025 die meisten Petitionen aus Leipzig, wohingegen die meisten Petenten 2024 aus dem Landkreis Bautzen und 2025 aus dem Vogtlandkreis ihre Anliegen formulierten. „Wenn Menschen eine Petition schreiben, dann geht es selten nur um ein Stück Papier“, erklärte die Ausschussvorsitzende Daniela Kuge (CDU-Fraktion). Peter Wilhelm Patt (CDU-Fraktion) betonte, dass es keine Hunderte Unterschriften benötige, da jeder gleich behandelt werden würde. Er wie auch darauf hin, dass der Petitionsausschuss bzw. der Landtag nicht über der Exekutive und Judikative stehe und dementsprechend an einigen Stellen nur limitiert handeln könne. Wer Petitionen schreibe, nehme sein Grundrecht war und verdiene ernsthafte und zügige Bearbeitung, schilderte Norbert Mayer als Vertreter der AfD-Fraktion. Auch Bernd Rudoph (BSW-Fraktion) bezog sich auf das Petitionsrecht als Grundrecht und beschrieb dieses als „Jedermannsrecht“, da es demokratisch für jede und jeden gleich gilt und verwies zugleich darauf, dass Petitionen ein Werkzeug dafür seien, besser erkennen zu können, wo der Schuh drücke. Trotzdem sei es nicht einfach, mit den unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Petenten umzugehen, berichtet Martin Dulig (SPD-Fraktion). Darüber hinaus bedankte er sich für die kollegiale Arbeitsweise im Petitionsdienst. Neu in dieser Wahlperiode seien öffentliche Petitionen, die von der Bevölkerung bereits gut genutzt würden. Christin Melcher von der Fraktion BÜNDNISGRÜNE skizzierte außerdem, dass Petitionen sowohl auf persönliche Anliegen als auch auf strukturelle Probleme hinweisen würden. „Anliegen verdampfen viel zu oft zu einem Verwaltungsverfahren aus Eingaben und Antwort“, so Juliane Nagel (Linksfraktion). Für manche sei der Petitionsausschuss die letzte Anlaufstelle, um Gehör zu finden, ergänzte sie. Der Petitionsbericht ist unter www.landtag.sachsen.de/Publikationen auf der Website des Landtags bestellbar.