Europaausschuss und Ausschuss für ausländische Zusammenarbeit des Sejmiks der Woiwodschaft Niederschlesien vertiefen grenzüberschreitenden Austausch

Pressemitteilung 51/2021 vom 17.06.2021

Der Europaausschuss des Sächsischen Landtags und der Ausschuss für ausländische Zusammenarbeit des Sejmiks der Woiwodschaft Niederschlesien vertiefen ihren grenzüberschreitenden Austausch.

Am heutigen Donnerstag haben sich der Ausschuss für ausländische Zusammenarbeit des Sejmiks der Woiwodschaft Niederschlesien und Mitglieder des Ausschusses für Verfassung und Recht, Demokratie, Europa und Gleichstellung des Sächsischen Landtags auf einer gemeinsamen Sitzung im Europäischen Zentrum der Erinnerung, Bildung, Kultur in Zgorzelec anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung des „Vertrags zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ ausgetauscht und die wertvolle Partnerschaft beider Völker erneuert.

Der Vorsitzende des sächsischen Ausschusses, Marko Schiemann, hatte die Einladung seines polnischen Amtskollegen, Marek Obrębalski, angenommen.

In dem zweistündigen Gespräch ging es um die sächsisch-niederschlesische interregionale Zusammenarbeit, einschließlich der wichtigsten umgesetzten gemeinsamen Initiativen. Die Abgeordneten verständigten sich auch zu neuen Herausforderungen in den Bereichen Verkehr, Strukturwandel, Energiewirtschaft und Umwelt sowie der medizinischen Versorgung. Beide Ausschüsse wollen neue Impulse für einen vertieften Austausch junger Menschen setzen. Ziel sei es, Projekte zu unterstützen, mit denen junge Leute auf beiden Seiten der Grenze als Nachbarn zusammenfinden können.

Zum Abschluss wurde ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnet. Die Ziele und Vereinbarungen aus den Verträgen der Bundesrepublik Deutschland mit der Republik Polen und des Freistaates Sachsen mit der Woiwodschaft Niederschlesien wurden bekräftigt. Die Teilnehmer hielten fest, dass das gemeinsame Wirken für eine gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit ein bedeutender Erfolgsfaktor für ein zukunftsfähiges Europa ist.

Der Vorschlag des sächsischen Ausschussvorsitzenden Marko Schiemann, sich künftig regelmäßig über deutsch-polnische Themen auszutauschen, traf auf große Zustimmung.

 

Teilnehmer seitens des Europaausschusses des Landtags: 

Marko Schiemann, Martin Modschiedler, Alexander Wiesner, Marika Tändler-Walenta, Lucie Hammecke
 

Hintergrund:

Das Europäische Zentrum der Erinnerung, Bildung, Kultur wurde im Januar 2015 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers VIII A (kurz: Stalag VIII A) eröffnet. Das Lager war ein Kriegsgefangenenlager der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, das sich im Süden der Stadt Görlitz, im Stadtteil Moys, östlich der Lausitzer Neiße befand. Heute liegt das Gelände im Stadtteil Ujazd von Zgorzelec. In diesem Stammlager wurden die kriegsgefangenen Soldaten registriert und auf Arbeitskommandos verteilt.