Verleihung der Verfassungsmedaille am 29. Mai 2021 an sieben Persönlichkeiten aus Sachsen

Pressemitteilung 42/2021 vom 25.05.2021

Preisträger aus Glauchau, Zwickau, Leipzig, Dresden und Chemnitz

Sieben Persönlichkeiten erhalten in diesem Jahr die Sächsische Verfassungsmedaille. Mit der Auszeichnung ehrt Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler Frauen und Männer, die sich auf sozialem, künstlerischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem oder politischem Gebiet besonders um die Werte der Sächsischen Verfassung verdient gemacht haben.

Die feierliche Verleihung findet am  

     Samstag, dem 29. Mai 2020,

     um 10.30 Uhr

     im Ständehaus, Großer Saal,

     Schloßplatz 1, 01067 Dresden statt.

„Ob lebensrettende Medizin, Hilfe für Menschen mit Behinderung oder der Erhalt wertvoller Kulturgüter – alle ausgezeichneten Persönlichkeiten leben unsere Verfassung seit vielen Jahren mit herausragendem Engagement. Dafür verdienen diese Sachsen besondere Anerkennung“, so Dr. Matthias Rößler.

Medienvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Es wird um Anmeldung in der Pressestelle des Sächsischen Landtags (presse@slt.sachsen.de) bis zum 28. Mai 2021 um 10.00 Uhr gebeten.

Auf Wunsch erhalten Journalisten die ausführlichen Laudationes sowie Pressefotos von der Verleihung per E-Mail zugesandt.

 

Die Sächsische Verfassungsmedaille 2021 erhalten:

Prof. Dr. D. Michael Albrecht, Dresden:

Der Mediziner und Klinikmanager Prof. Michael Albrecht erhält die Verfassungsmedaille für seine Verdienste um das sächsische Gesundheitswesen, sein Engagement für die Hochschulmedizin und Vernetzung der medizinischen Forschung zum Wohl der Patienten. Albrecht prägt seit fast drei Jahrzehnten die Hochschulmedizin in Dresden, u. a. als Dekan der Medizinischen Fakultät an der TU Dresden und seit 2002 als Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus.

Steffi Haupt, Zwickau:

Die Architektin Steffi Haupt erhält die Verfassungsmedaille für ihr jahrzehntelanges Wirken zum Schutz der Denkmale und dem Erhalt zahlreicher kulturhistorisch wertvoller Bauten in Zwickau. Haupt war 45 Jahre lang im Denkmalschutz, zuletzt als Leiterin der Denkmalpflege der Stadt Zwickau, tätig.

Prof. Dr. Dieter Landgraf-Dietz, Dresden:

Der Unternehmer und langjährige Leiter eines Ingenieurbüros erhält die Verfassungsmedaille für sein ehrenamtliches Engagement für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Sachsen. Landgraf-Dietz war von 1992 bis 2015 Mitglied im Landesvorstand Sachsen, davon vier Jahre als Landesvorsitzender. Er hat sich insbesondere um die Kontakte des Volksbunds nach Russland sowie die Jugendarbeit verdient gemacht.

Dr. Christoph Scheurer, Glauchau:

Als Landrat des Landkreises Zwickau erhält Dr. Christoph Scheurer die Verfassungsmedaille für sein inzwischen 30-jähriges politisches Wirken in der Region und seine Verdienste um den fairen Finanzausgleich zwischen den Kommunen und dem Freistaat Sachsen. Der studierte Mathematiker ist seit 1991 Landrat, engagiert als Vorsitzender des Finanzausschusses des Sächsischen Landkreistages und ist einer der Architekten des Finanzausgleichssystems in Sachsen.

Sonja Schilg, Radebeul:

Die Unternehmerin Sonja Schilg erhält die Verfassungsmedaille für ihren Einsatz für das Kultur- und Weinland Sachsen. Die gebürtige Slowakin bewältigte zunächst bei der Landskron-Brauerei in Görlitz den schwierigen Übergang zur Markwirtschaft. Seit 2003 setzt sie ihr erfolgreiches unternehmerisches Wirken als Geschäftsführerin beim Staatsweingut Wackerbarth fort.

Horst Wehner, Chemnitz:

Der Diplomstaatswissenschaftler und ehemalige Landtagsvizepräsident Horst Wehner erhält die Verfassungsmedaille für sein jahrzehntelanges, herausragendes Engagement für Menschen mit Behinderungen. Wehner hat sich in seinen haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeiten stets für Inklusion und Barrierefreiheit eingesetzt, u. a. als Gründungsmitglied des Sozialverbandes VdK Sachsen sowie des Landesverbands des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Prof. Dr. Gerald Wiemers, Leipzig:

Der Historiker Prof. Dr. Gerald Wiemers erhält die Verfassungsmedaille für seine Verdienste um die Erschließung, Erhaltung und Aufarbeitung des Archivgutes der Universität Leipzig und die damit verbundene kritische Aufarbeitung der Universitätsgeschichte. Wiemers leitete von 1992 bis 2006 als Direktor das Archiv der Universität Leipzig. Er setzte sich darüber hinaus in herausragender Weise für die Archivierung der sächsischen Landesgeschichte ein.

 

Hintergrund zur Sächsischen Verfassungsmedaille:

Am 26. Mai 1997, fünf Jahre nach der Verabschiedung der Sächsischen Verfassung, stiftete der damalige Landtagspräsident Erich Iltgen zur Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 die Sächsische Verfassungsmedaille. Seitdem verleiht der Präsident des Sächsischen Landtags die Auszeichnung jährlich an Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um die freiheitlich-demokratische Entwicklung des Freistaats Sachsen verdient gemacht haben. Sie ist neben dem Sächsischen Verdienstorden die wichtigste staatliche Auszeichnung, die in Sachsen verliehen wird.

Die Sächsische Verfassungsmedaille ist aus Silber. Auf der Vorderseite trägt sie das sächsische Wappen sowie die Inschrift „Sächsische Verfassung – 26. Mai 1992 – Für besondere Verdienste“. Rückseitig erinnern fünf brennende Kerzen sowie der Ausspruch „Wir sind das Volk“ an die friedliche Revolution.

Bislang haben einschließlich der im Jahr 2021 Geehrten 176 Frauen und Männer die Sächsische Verfassungsmedaille erhalten.