Sächsische Verfassungsmedaille an Preisträger aus Johanngeorgenstadt, Sosa, Dresden, Chemnitz und St. Pölten verliehen

Pressemitteilung 56/2018 vom 17.06.2018

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat am Wochenende sechs ausgewählte Persönlichkeiten mit der Sächsischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet. Mit der Medaille werden Männer und Frauen geehrt, die sich auf sozialem, künstlerischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem oder politischem Gebiet besonders um die Werte der Sächsischen Verfassung verdient gemacht haben.

Die feierliche Verleihung fand am gestrigen Samstag im Großen Saal des Ständehauses in Dresden statt.

 

Foto-Hinweis: Hier finden Sie in Foto aller Preisträger zum kostenfreien Abdruck unter Angabe des Fotografens: Steffen Füssel.

 

 

Die Sächsische Verfassungsmedaille 2018 haben erhalten:

 

Wolfgang Schaller, Dresden:

Als langjähriger Intendant der Staatsoperette Dresden hat Wolfgang Schaller das Musiktheater unter teils schwierigen Bedingungen nicht nur künstlerisch sehr erfolgreich geführt. Schallers unermüdlicher Einsatz für einen Neubau der Staatsoperette hat entscheidend dazu beigetragen, dass die sächsische Kulturlandschaft heute über das deutschlandweit einzige eigenständige Operettenhaus verfügt.

 

Barbara Ludwig, Chemnitz:

Als Chemnitzer Oberbürgermeisterin hat Barbara Ludwig die in jüngster Zeit sehr positive Entwicklung der Stadt maßgeblich vorangetrieben, u.a. mit Großprojekten im Kultur- und Sportbereich. Zudem vertritt Ludwig sowohl auf Bundesebene als auch auf europäischer Ebene in Brüssel erfolgreich die Interessen sächsischer Kommunen etwa bei der Verteilung von europäischen Fördergeldern.  

 

Frank Vogel, Sosa:

Der Landrat des Erzgebirgskreises führt seit zehn Jahren den ländlichen Großkreis und setzt sich auch als Präsident des Sächsischen Landkreistages sowie Vizepräsident des Deutschen Landkreistages mit größtem Engagement für seine Region und die Anliegen ländlich geprägter Gebiete ein. Vogel steht dabei herausragend für eine verantwortungsbewusste und unabhängige kommunale Selbstverwaltung im Sinne der sächsischen Verfassung.   

 

Peter Schindzielorz, Dresden:

Als Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes führte Peter Schindzielorz von 1995 bis 2014 den größten Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Mit seinem Engagement verlieh Schindzielorz den sozial Schwachen in der Gesellschaft wirkungsvoll eine Stimme – stets mit dem Ziel, jedem Menschen im Freistaat ein Leben in Würde und geprägt von einem sozialen Miteinander zu ermöglichen.

 

Rosmarie Hennig, Johanngeorgenstadt:

Als studierte Gesangslehrerin baute Rosmarie Hennig 1989 eine Musikschule für Johanngeorgenstadt und das obere Erzgebirge auf. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten, u.a. für die Heimatstube Johanngeorgenstadt und die Kirchgemeinde, eröffnet sie mit vielfältigen Kooperationsprojekten an der Musikschule Kindern und Jugendlichen unabhängig von deren Alter, finanziellen Möglichkeiten, Bildungsgrad oder Behinderung den Zugang zum Musizieren. 

 

Mag. Ing. Hans Penz, St. Pölten/Österreich:

Als ehemaliger Präsident des Landtags von Niederösterreich hat sich Hans Penz nicht nur im Kuratorium des Forum Mitteleuropa beim Sächsischen Landtag um die engen Beziehungen zwischen Sachsen und Niederösterreich verdient gemacht, auch der intensiv gepflegte Kontakt zwischen den Parlamenten beider Länder ist eng mit seinem Namen verbunden. Penz tritt besonders für einen Austausch auf Augenhöhe zwischen den Ländern Mitteleuropas und für die Werte der Freiheitsrevolutionen von 1989/1990 ein. 

 

 

Hintergrund zur Sächsischen Verfassungsmedaille:


Am 26. Mai 1997, fünf Jahre nach der Verabschiedung der Sächsischen Verfassung, stiftete der damalige Landtagspräsident Erich Iltgen zur Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 die Sächsische Verfassungsmedaille. Seitdem verleiht der Präsident des Sächsischen Landtags die Auszeichnung jährlich an Bürger, die sich in besonderer Weise um die freiheitlich-demokratische Entwicklung des Freistaats Sachsen verdient gemacht haben. Sie ist neben dem Sächsischen Verdienstorden die wichtigste staatliche Auszeichnung, die in Sachsen verliehen wird.

 

Die Sächsische Verfassungsmedaille ist aus Silber. Auf der Vorderseite trägt sie das sächsische Wappen sowie die Inschrift „Sächsische Verfassung – 26. Mai 1992 – Für besondere Verdienste“. Rückseitig erinnern fünf brennende Kerzen sowie der Ausspruch „Wir sind das Volk“ an die friedliche Revolution.

 

Bislang haben einschließlich der 2018 Geehrten 155 Männer und Frauen die Sächsische Verfassungsmedaille erhalten.