Wahlergebnisse und Sitzverteilung

Am 1. September 2019 fand die Wahl zum 7. Sächsischen Landtag statt. Wahlberechtigt waren rund 3,3 Millionen Sachsen, von denen sich 2.188 535 an der Wahl beteiligten. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 66,6 Prozent. Nach dem vorläufigem amtlichen Endergebnis gehören dem neuen Landtag fünf Fraktionen an. Der neue Landtag muss sich spätestens am 1. Oktober 2019 konstituieren.

Ergebnis der Wahl zum 7. Sächsischen Landtag

Partei Anteil Listenstimmen (absolut) Anteil Listenstimmen (%)
CDU 695.494 32,1
DIE LINKE 224.411 10,4
SPD 167.378 7,7
AfD 595.530 27,5
GRÜNE 186.846 8,6
FDP 97.425 4,5
FREIE WÄHLER 72.703 3,4
Sonstige 126.429 5,8

 

Sitzverteilung im 7. Sächsischen Landtag

Tortendiagramm: Stärkeverhältnis der Fraktionen
Fraktion Sitze
 CDU 45
 AfD 38
 DIE LINKE 14
 BÜNDNISGRÜNE 12
 SPD 10
 gesamt 119

Mandatsverteilung (nach Art des Mandats)

Dem 7. Sächsischen Landtag gehören 119 Abgeordnete an. Es gibt keine Überhangmandate und damit auch keine Ausgleichsmandate.

Mandat durch... gesamt CDU AfD DIE LINKE SPD BÜNDNISGRÜNE
Direktstimmen 60 41 15 1 0 3
Listenstimmen 59 4 23 13 10 9
gesamt 119 45 38 14 10 12

 

Geschlechterverteilung

Unter 119 Abgeordneten zählt der Sächsische Landtag insgesamt 33 Frauen und 86 Männer. Dies entspricht einer Verteilung von 27,73 zu 72,27 Prozent.

  weiblich (absolut) weiblich (in Prozent) männlich (absolut) männlich (in Prozent) insgesamt
CDU 10 22,22 % 35 77,78 % 45
AfD 4 10,53 % 34 89,47 % 38
LINKE 9 64,29 % 5 35,71 % 14
BÜNDNISGRÜNE 6 50,00 % 6 50,00% 12
SPD 4 40,00 % 6 60,00 % 10
insgesamt 33 27,73 % 86 72,27% 119

 

Altersgliederung

Die Geburtsjahre der Abgeordneten des 7. Sächsischen Landtags liegen in einer Spanne zwischen den Jahren 1949 und 1996. Am häufigsten vertreten ist die Altersgruppe der zwischen 1971 und 1975 Geborenen. (Stand: November 2019)

Abgeordnete

CDU

AfD

LINKE

BÜNDNISGRÜNE

SPD

insgesamt

Prozent

1946-1950

2

 

 

 

 

2

1,68%

1951-1955

3

3

 

 

 

6

5,04%

1956-1960

5

3

 

 

2

10

8,40%

1961-1965

6

9

1

1

 

17

14,29%

1966-1970

6

6

1

1

 

14

11,76%

1971-1975

13

9

3

2

4

31

26,05%

1976-1980

5

2

4

3

4

18

15,13%

1981-1985

4

4

3

3

 

14

11,76%

1986-1990

1

2

1

 

 

4

3,36%

1991-1995

 

 

1

1

 

2

1,68%

1996

 

 

 

1

 

1

0,84%

 

 

 

 

 

 

 

 

insgesamt

45

38

14

12

10

119

 

allgemeine Wahldaten

Daten Zahlen
Wahlberechtigte 3.287 568
Wähler 2.188 535
gültige Direktstimmen 2.159 682
ungültige Direktstimmen 28 853
gültige Listenstimmen 2.166 216
ungültige Listenstimmen 22 319
Wahlbeteiligung 66,6 %

 

Spätestens 30 Tage nach der Wahl muss der neu gewählte Landtag zu seiner ersten Sitzung (Konstituierung) zusammenkommen.

Wie geht es nach der Landtagswahl im Parlament weiter?

Wie werden aus gewählten Bewerbern Abgeordnete?

Gewählte Bewerber erwerben ihr Mandat, indem sie gegenüber der Landeswahlleiterin oder den Kreiswahlleitern ihre Wahl annehmen. Dies nimmt also nach der Wahl noch einige Zeit in Anspruch. In der konstituierenden Sitzung werden die Abgeordneten im Sächsischen Landtag verpflichtet. Da die Wahlperiode des 7. Sächsischen Landtags erst am Tag der Konstituierung beginnt, erlangen auch die neu gewählten Abgeordneten erst mit diesem Tag die Mitgliedschaft im Landtag.

Wann bildet (konstituiert) sich der neue Landtag?

Der neu gewählte Landtag hat nach dem Wahltag 30 Tage Zeit, um zu seiner ersten Sitzung zusammenzukommen. Erst mit dieser Zusammenkunft konstituiert sich der 7. Sächsische Landtag und enden die Wahlperiode des 6. Sächsischen Landtags und damit das Mandat der bisherigen Abgeordneten. Die konstituierende Sitzung muss spätestens am 1. Oktober 2019 stattfinden.

Wer bereitet die erste Sitzung vor?

Unmittelbar nach der Wahl gründen sich Fraktionen neu, treten zusammen und wählen ihre Vorsitzenden und Parlamentarischen Geschäftsführer. Gemeinsam mit dem amtierenden Landtagspräsidenten bereiten die führenden Repräsentanten der Fraktionen die konstituierende Sitzung vor, um damit die Arbeitsfähigkeit des Parlaments zu gewährleisten. Das Gremium wird Vorpräsidium genannt. Hier werden der Termin der konstituierenden Sitzung, die Tagesordnung sowie ggf. die Redezeiten abgestimmt.

Wer beruft die konstituierende Sitzung ein?

Die konstituierende Sitzung wird durch den Alterspräsidenten des Sächsischen Landtags einberufen. Der Alterspräsident ist das älteste Mitglied des neu gewählten Landtags. Er leitet die Sitzung bis zur Wahl des neuen Landtagspräsidenten, der dann die Sitzungsleitung übernimmt.

Was passiert in der konstituierenden Sitzung?

Der Alterspräsident eröffnet und leitet die Sitzung und benennt vorläufige Schriftführer. Anschließend werden alle Abgeordneten namentlich aufgerufen und verpflichtet. Die Verpflichtung bekräftigen die Abgeordneten durch Erheben von den Plätzen. Anschließend verständigt sich das Parlament in der Regel über seine Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung ist neben der Landesverfassung die wichtigste Grundlage für die Arbeit des Sächsischen Parlaments. Sie regelt z. B. die Größe und Zusammensetzung des Präsidiums, die Rechte und Pflichten der Abgeordneten oder das Gesetzgebungsverfahren. Als nächstes stimmen die Abgeordneten in geheimer Wahl über den neuen Landtagspräsidenten ab. Nach der Wahl übernimmt dieser die Sitzungsleitung vom Alterspräsidenten.

Mögliche weitere Tagesordnungspunkte in der ersten Sitzung können die Wahl der Vizepräsidenten sowie der Schriftführer sein.

Wann wird der Ministerpräsident gewählt?

In den parlamentarischen Demokratien der deutschen Bundesländer wählen die Parlamente den Regierungschef. Auch im Freistaat Sachsen wählt der Sächsische Landtag den Ministerpräsidenten und vereidigt ihn anschließend. Geregelt ist dies in der Sächsischen Verfassung Artikel 60. Der Ministerpräsident wird danach vom Landtag mit der Mehrheit seiner Mitglieder ohne Aussprache in geheimer Abstimmung gewählt. Kommt auf diese Weise eine Wahl nicht zustande, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Die Wahl kann frühestens in der konstituierenden Sitzung stattfinden und muss spätestens innerhalb von vier Monaten nach der Konstituierung erfolgen. Gelingt dies nicht, ist der Landtag aufgelöst.

Wie geht es in den folgenden Plenarsitzungen weiter?

In der Regel werden in den nächsten Sitzungen die Ausschüsse des Landtags gebildet und deren Stärke bestimmt. Die Anzahl der Ausschüsse und deren jeweilige Ausrichtung orientiert sich üblicherweise eng an der Ressortstruktur der Staatsministerien. Außerdem vereidigt der Landtagspräsident die Mitglieder der Staatsregierung, die vom Ministerpräsidenten berufen werden. Der Sitzungsplan mit den Terminen der folgenden Plenarsitzungen wird vom Präsidium festgestellt. In der Regel sind darin jeweils die Sitzungstermine für ein parlamentarisches Jahr (bis zur Sommerpause) terminiert.