„300 Jahre Forstliche Nachhaltigkeit“ - Ausstellung im Landtag veranschaulicht vielfältige Entwicklung des sächsischen Waldes

Pressemitteilung 19/2013 vom 14.02.2013

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Umweltminister Frank Kupfer eröffnen am 18. Februar 2013 gemeinsam die Ausstellung „300 Jahre Forstliche Nachhaltigkeit – Ein Erfolgsmodell aus Sachsen“.

Die multimediale Schau des Sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums vermittelt anschaulich Informationen zur Entwicklung des sächsischen Waldes in den vergangenen drei Jahrhunderten.

Die Vertreter der Medien sind herzlich zur Vernissage am Montag, dem 18. Februar 2013 um 14:00 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags eingeladen.

Professor Hubert Braun, Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst, wird in die Ausstellung einführen und die Gäste auch zu einem anschließenden Rundgang einladen. Außerdem wird die 5. Sächsische Waldkönigin Luzie-Elsa I erwartet.

Sachsen ist die Wiege der Nachhaltigkeit. Vordenker für dieses Prinzip war der sächsische Oberberghauptmann Hannß Carl von Carlowitz (1645 bis 1714). Er prägte in seinem 1713 auf der Leipziger Ostermesse veröffentlichten Werk "Sylvicultura oeconomica oder hauswirthliche Nachricht und Naturgemäße Anweisung zur Wilden Baum-Zucht" erstmals den Begriff der Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung. Von Carlowitz forderte "...eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung...".

Anlass für dieses erste geschlossene forstliche Werk war die zunehmende Holznot, welche die vom Staat begehrten Erlöse aus der überaus wichtigen Bergbau- und Montanwirtschaft zu schmälern drohte. Heute wird das Prinzip der Nachhaltigkeit weltweit immer mehr zum Leitbild für alle Aspekte unserer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung.

Die Ausstellung "300 Jahre Forstliche Nachhaltigkeit - Ein Erfolgsmodell aus Sachsen" präsentiert im Jubiläumsjahr 2013 eindrucksvoll, wie sich der sächsische Wald mit seinen vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen - nach Einführen einer geregelten und nachhaltigen Forstwirtschaft vor drei Jahrhunderten - bis heute entwickelt hat. Weiterhin wird gezeigt, was die im und mit dem Wald arbeitenden Menschen leisten, um den Wald nachhaltig zu erhalten, zu mehren und zu nutzen.

Interessierte Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung vom 19. Februar bis 27. März 2013 jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr besichtigen.