Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Sozialministerin Christine Clauß zeichneten ehrenamtlich engagierte Bürger aus

Pressemitteilung 122/2010 vom 04.12.2010

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat heute gemeinsam mit Sozialministerin Christine Clauß im Sächsischen Landtag 55 ehrenamtlich engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Sachsen ausgezeichnet.

„Ehrenamtliches Engagement ist eine der wichtigsten Grundlagen unseres Zusammenlebens überhaupt“, unterstrich Dr. Matthias Rößler die Bedeutung des Ehrenamtes. „Der eigentliche Lohn für das Ehrenamt sind die Anerkennung und Würdigung der Arbeit durch die Gesellschaft“, betonte auch Christine Clauß anlässlich der feierlichen Verleihung im Sächsischen Landtag die Auszeichnungsveranstaltung.

Die globalen und demografischen Herausforderungen stellen schon heute den Sozialstaat als Ganzes vor anspruchsvolle und sehr komplexe Gestaltungsaufgaben. Insbesondere der vor uns liegende demografische Wandel werde der Gesellschaft neue ernste Probleme bringen. Das Engagement der Älteren und die Verantwortung auch innerhalb ihrer Generation werde daher zukünftig in einem Maße gebraucht werden, wie dies seit Menschengedenken nicht mehr der Fall gewesen sei. „Solidarität miteinander zu pflegen und Verantwortung füreinander zu übernehmen gehört zu den höchsten Bestimmungen des Zusammenlebens in einer Gesellschaft“, äußerte Rößler.

Ehrenamt heiße, Verantwortung zu übernehmen und der Verantwortung gegenüber dem Einzelnen gerecht zu werden, so die Sozialministerin. Die Wertschätzung des Ehrenamtes sei heute glücklicherweise wieder größer als noch vor ein paar Jahren. „Derzeit findet ein Wertewandel statt: Menschen sind bereit, sich verstärkt zu engagieren und sich für die Verbesserung ihres sozialen Umfelds einzusetzen“, sagte Clauß.
Die Ehrung findet seit 1995 jährlich statt. Landkreise, Wohlfahrtsverbände und Kirchen schlagen die zu Ehrenden vor.

Zusammen mit den Urkunden erhielten die Ausgezeichneten außerdem die Ehrenamtskarte des Freistaates. Diese bietet zum Beispiel Vergünstigungen beim Besuch von Veranstaltungen oder Museen. „Damit“, so die Ministerin, „möchte das Land den ehrenamtlich Engagierten einen Teil davon zurückgeben, was diese in herausragender Weise für das Gemeinwohl einsetzen.“