Landtagspräsident Dr. Rößler warnt vor Verlust an Leistungsträgern

Pressemitteilung 117/2010 vom 22.11.2010

Zu Beginn der Bundeswehrtagung in Dresden hielt Präsident Dr. Matthias Rößler ein Grußwort, in welchem er auch auf die Folgen der Abwanderung von Leistungseliten aus den östlichen Bundesländern einging.

In seinem Grußwort zur Eröffnung der Bundeswehrtagung 2010 am heutigen Tag lobte Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler das gelungene Zusammenwachsen der Menschen in Ost und West in der Bundeswehr: „In keinem anderen Bereich ist diese innere Einigung der Menschen nach vierzig Jahren der Teilung so schnell und auf eine so organische Weise gelungen wie in der Bundeswehr. Dafür steht auch unsere Offizierschule des Heeres in Dresden als ein sichtbares Symbol und herausragendes Beispiel.“

Gleichzeitig warnte der Landtagspräsident jedoch davor, dass viele junge Leistungseliten im Rahmen ihrer beruflichen Entwicklung in der Bundeswehr den Osten Deutschlands verlassen. Präsident Rößler dazu: „Dieser Integrations- und Transformationsleistung muss auf dem Weg der Reform der Bundeswehr Rechnung getragen werden. Die Entwicklung in den Regionen muss im Vordergrund stehen, wenn es darum geht, die mit allen Reformen verbundenen Belastungen und Daseinsrisiken auszugleichen. Es kann nicht sein, dass die Ostdeutschen einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an Berufssoldaten und vor allem jungen Offizieren stellen und anschließend vorwiegend in Westdeutschland stationiert sind. Dieser Verlust an Leistungseliten würde die ohnehin durch andauernde Abwanderung ausgedünnte Bürgergesellschaft in den neuen Bundesländern weiter schwächen.“