Zeitensprünge in die Lokalgeschichte – 6. Sächsischer Jugendgeschichtstag zeigt Ergebnisse jugendlicher Spurensuche

Pressemitteilung 113/2010 vom 15.11.2010

Am 18. und 19. November 2010 treffen sich junge Nachwuchshistoriker zum 6. Sächsischen Jugendgeschichtstag im Sächsischen Landtag. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler wird die Veranstaltung am Donnerstag um 13 Uhr im Plenarsaal des Sächsischen Landtags eröffnen.

Zwei Tage lang präsentieren die Jugendlichen im Sächsischen Landtag die Ergebnisse einer monatelangen Spurensuche. Workshops und Fachvorträge zur Geschichtsarbeit und Demokratiebildung runden die Veranstaltung ab.

Spannende Geschichte(n) gibt es überall zu entdecken, oft genug auch vor der eigenen Haustür. Für mehr als 20 Zeitenspringerteams neigt sich eine interessante Zeit der Spurensuche und der lokalgeschichtlichen Forschung dem Ende entgegen. In den zurückliegenden Monaten haben sich Jugendliche aus allen Regionen des Freistaates intensiv mit der Vergangenheit ihrer Heimat auseinandergesetzt und zahlreiche interessante Geschichten ausgegraben.

Die Bandbreite der Forschungen sowie die anschließende Aufbereitung der Ergebnisse waren erneut sehr groß. Sie reicht von der Erforschung der Geschichte einzelner Kirchen über Gespräche mit Zeitzeugen zur Situation der Flüchtlinge in Mittweida nach dem Ende des 2. Weltkrieges bis hin zu einem Kurzfilm über jüdische Familien in Oschatz während des 2. Weltkrieges und der Analyse geschichtlicher Hintergründe der Religionsfreiheit. Aber auch in die jüngere Geschichte tauchten die Zeitenspringer ein. So entstanden z. B. ein Radiobeitrag mit Zeitzeugengesprächen zur Friedlichen Revolution und eine Aufstellung der beliebtesten Kinderspiele von 1900 bis 1990. Weitere Zeitenspringerteams erforschten die Entwicklung des Klettersports im Landkreis Görlitz oder entwarfen ein Brettspiel zum besseren Kennenlernen des Erzgebirgskreises.

Mit großer Akribie, Neugier, Geduld und Kreativität stöberten die Teilnehmer in der Vergangenheit. Sie befragten Zeitzeugen, sichteten historische Fotografien und Dokumente oder suchten in Archiven, Bibliotheken und im Internet nach Informationen.

Der Jugendgeschichtstag ist die Plattform für den Austausch von Erfahrungen und die Präsentation von Ergebnissen der (lokal)historischen Forschung mit und durch junge(n) Menschen. Die Organisation erfolgt durch die Kontaktstelle für Jugendgeschichtsarbeit.