Sieger des 19. Schülerwettbewerbes geehrt – Landtagspräsident: „Beiträge fordern zur inhaltlichen Auseinandersetzung heraus.“

Pressemitteilung 62/2010 vom 11.06.2010

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat heute die 24 Preisträger des diesjährigen Schülerwettbewerbes zur Förderung der politischen Bildung im Sächsischen Landtag ausgezeichnet und eine Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten eröffnet.

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat heute die 24 Preisträger des diesjährigen Schülerwettbewerbes zur Förderung der politischen Bildung im Sächsischen Landtag ausgezeichnet.

Die Preisträger sind zwischen 14 und 20 Jahre alt und besuchen folgende Schulen: Bernhard-von-Cotta-Gymnasium Brand-Erbisdorf, Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz, Gymnasium Marienberg, Städtisches Gymnasium Mittweida, Gymnasium „Am Breiten Teich“ Borna, Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium Chemnitz, Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz, Mittelschule Altstadt Lößnitz, Evang. Mittelschule Gaußig und Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Technik Bautzen.

Der Präsident des Sächsischen Landtags zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Idenreichtum der Jugendlichen. „Für Ihren Beitrag, den Sie mit Engagement und Ausdauer und einem hohen Maß an Professionalität in unseren Wettbewerb eingebracht haben, danke ich von hier aus allen Schülern und Lehrern im Land von ganzem Herzen“, sagte Dr. Rößler anlässlich der Preisverleihung im Landtag. „Trotz rückläufiger Schülerzahlen in Sachsen und einer Fülle von Wettbewerben für Schulen erfreut sich der unser Schülerwettbewerb mit fast 1.500 Beteiligten einer ungebrochenen Resonanz.“

Nach der Preisverleihung eröffnet Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler eine Ausstellung mit ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen. Bis zum 4. Juli 2010 werden 50 Plakate, neun Plastiken und drei Filme im Bürgerfoyer zu sehen sein.

1.452 Jugendliche reichten beim 19. Schülerwettbewerb des Sächsischen Landtags insgesamt 730 Beiträge ein. Einzeln oder in Gruppen von bis zu vier Personen bearbeiteten sie eines von neun vorgegebenen Themen oder wählten sich eine eigene Fragestellung. Bei der Gestaltung und Darstellung waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt – alle verfügbaren technischen und künstlerischen Mittel konnten eingesetzt werden. Das Spektrum der Einsendungen reichte von schriftlichen Arbeiten über Plakate, Plastiken und Spiele bis hin zu Reportagen, PowerPoint-Präsentationen und Webseiten.

Am häufigsten befassten sich die Schüler mit dem Thema Kinderarmut. Sie setzten sich mit der Frage „Wann ist man eigentlich arm?“ auseinander und beleuchteten die Zukunftschancen von Kindern aus ärmeren Schichten (248 Teilnehmer). Amokläufe an Schulen bewegen die Jugendlichen ebenfalls sehr, wie die große Resonanz auf dieses Thema zeigt (224 Teilnehmer). Was geht im Kopf eines potentiellen Täters vor, welche äußeren Einflüsse bringen einen Menschen dazu, ein solches Verbrechen zu begehen und wie können wir uns schützen? Ihre Gedanken dazu haben die Teilnehmer in Plakaten, Plastiken und Filmen sehr gut umgesetzt. Zahlreiche Arbeiten entstanden außerdem zu den Fragen „Was bringt ein Schuljahr im Ausland?“ (157) sowie „Was kann Schule attraktiver machen - Würdest Du auch ohne Schulpflicht hingehen?“ (155).

Die Erstplatzierten des 19. Schülerwettbewerbes starten unmittelbar nach der Preisverleihung im Sächsischen Landtag zu einer mehrtägigen Studienreise nach Hamburg und Kiel. Auf dem Programm stehen Besuche des Landtags Schleswig-Holstein und der Hamburgischen Bürgerschaft, ebenso wie eine Besichtigung des Airbus-Werkes Finkenwerder und eine große Hafenrundfahrt im Hamburg.

Die Ausstellung zum 19. Schülerwettbewerb ist bis zum 4. Juli 2010, wochentags von 10 bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 16 Uhr, im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags zu sehen. Der Eintritt ist frei.