Mit Kreativität und Einfallsreichtum auf der Suche nach Antworten - Landtagspräsident ehrt Preisträger des 19. Schülerwettbewerbes

Pressemitteilung 57/2010 vom 07.06.2010

Am Freitag, dem 11. Juni 2010, findet im Sächsischen Landtag um 11:00 Uhr die feierliche Preisverleihung für die Sieger des 19. Schülerwettbewerbes zur Förderung der politischen Bildung statt. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler zeichnet die 24 Preisträger aus und eröffnet anschließend eine Ausstellung mit ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen.

Zum 19. Mal rief der Sächsische Landtag zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 sachsenweit Schülerinnen und Schüler auf, sich Gedanken zu politischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit zu machen. Die Sieger des 19. Schülerwettbewerbes zur Förderung der politischen Bildung hat Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler zur feierlichen Preisverleihung in den Sächsischen Landtag eingeladen.

„Ich bin beeindruckt, mit welch großer Ernsthaftigkeit sich die jungen Menschen unseres Freistaates Gedanken über aktuelle Themen machen und uns mit ebenso innovativen wie kreativen Antworten überraschen“, sagt Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler. „Der Schülerwettbewerb ist ein sehr guter Weg, um die Schüler in Sachsen an die Politik sowie demokratische Werte heranzuführen.“

Die Auszeichnung der 24 Erstplazierten im Beisein von Abgeordneten, Schülern, Lehrern und Eltern findet am Freitag, dem 11. Juni 2010 um 11:00 Uhr im Sächsischen Landtag (Bürgerfoyer) statt.

Die Preisträger sind zwischen 14 und 20 Jahre alt und besuchen folgende Schulen: Bernhard-von-Cotta-Gymnasium Brand-Erbisdorf, Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz, Gymnasium Marienberg, Städtisches Gymnasium Mittweida, Gymnasium „Am Breiten Teich“ Borna, Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium Chemnitz, Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz, Mittelschule Altstadt Lößnitz, Evang. Mittelschule Gaußig und Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Technik Bautzen.

Nach der Preisverleihung eröffnet Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler eine Ausstellung mit ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen. Bis zum 4. Juli 2010 werden 50 Plakate, neun Plastiken und drei Filme im Bürgerfoyer zu sehen sein.

1.452 Jugendliche nahmen die Herausforderung an und reichten beim 19. Schülerwettbewerb des Sächsischen Landtags insgesamt 730 Beiträge ein. Einzeln oder in Gruppen von bis zu vier Personen bearbeiteten sie eines von neun vorgegebenen Themen oder wählten sich eine eigene Fragestellung. Bei der Gestaltung und Darstellung waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt – alle verfügbaren technischen und künstlerischen Mittel konnten eingesetzt werden. Das Spektrum der Einsendungen reichte von schriftlichen Arbeiten über Plakate, Plastiken und Spiele bis hin zu Reportagen, PowerPoint-Präsentationen und Webseiten.

Am häufigsten befassten sich die Schüler mit dem Thema Kinderarmut. Sie setzten sich mit der Frage „Wann ist man eigentlich arm?“ auseinander und beleuchteten die Zukunftschancen von Kindern aus ärmeren Schichten (248 Teilnehmer). Amokläufe an Schulen bewegen die Jugendlichen ebenfalls sehr, wie die große Resonanz auf dieses Thema zeigt (224 Teilnehmer). Was geht im Kopf eines potentiellen Täters vor, welche äußeren Einflüsse bringen einen Menschen dazu, ein solches Verbrechen zu begehen und wie können wir uns schützen? Ihre Gedanken dazu haben die Teilnehmer in Plakaten, Plastiken und Filmen sehr gut umgesetzt. Zahlreiche Arbeiten entstanden außerdem zu den Fragen „Was bringt ein Schuljahr im Ausland?“ (157) sowie „Was kann Schule attraktiver machen - Würdest Du auch ohne Schulpflicht hingehen?“ (155).

Die Erstplatzierten des 19. Schülerwettbewerbes starten unmittelbar nach der Preisverleihung im Sächsischen Landtag zu einer mehrtägigen Studienreise nach Hamburg und Kiel. Auf dem Programm stehen Besuche des Landtags Schleswig-Holstein und der Hamburgischen Bürgerschaft, ebenso wie eine Besichtigung des Airbus-Werkes Finkenwerder und eine große Hafenrundfahrt im Hamburg.

Die Ausstellung zum 19. Schülerwettbewerb ist bis zum 4. Juli 2010, wochentags von 10 bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 16 Uhr, im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags zu sehen. Der Eintritt ist frei.