Ausstellung „Sächsische Grafiken – Blätter im Letterndickicht“ im Landtag eröffnet – „Feste Größe in der Kunstlandschaft“

Pressemitteilung 19/2010 vom 26.02.2010

Gestern Abend eröffneten Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Alexander Stoll, Kustos der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz, die Ausstellung "100 Sächsische Grafiken - Blätter im Letterndickicht" im Bürgerfoyer des Landtags. Die Grafikarbeiten sächsischer Künstler werden bis zum 30. März 2010 im Landtag gezeigt.

Seit heute sind im Sächsischen Landtag wieder Grafikarbeiten sächsischer Künstler zu sehen. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Alexander Stoll, Kustos der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz, eröffneten gestern Abend die Ausstellung „100 Sächsische Grafiken – Blätter im Letterndickicht“ vor rund 50 Besuchern.

Die Schau zeigt Künstlerarbeiten, die im Rahmen des Wettbewerbs „100 Sächsische Grafiken“ 2008 entstanden sind. Verbindendes Element ist die Auseinandersetzung mit Schrift im Bild. Dem Wettbewerb lag die Idee zugrunde, zwei visuelle Ausdrucksbereiche miteinander zu verknüpfen, die in der Kunsttradition schon gelegentlich in Verbindung standen. 123 Künstler aus Sachsen reichten 324 grafische Arbeiten ein.

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler bezeichnete die mittlerweile in der siebenten Auflage stattfindende Grafikbiennale als „feste Größe in der Kunstlandschaft Sachsen“. „Sie stellt deutschlandweit ein einmaliges Unternehmen dar, das regelmäßig einen Überblick über das druckgrafische Schaffen im Lande gibt. […] Neben gestandenen Meistern des Metiers, die die Jurys seit Jahren mit qualitätsvollen Arbeiten überzeugen, ist der Wettbewerb auch für Studenten und Absolventen der sächsischen Hochschulen eine große Chance, sich mit ihren Werken einem breiten Publikum vorzustellen“, so Rößler weiter.

„Bei unserem Wettbewerb ging es für die Künstler darum, Schrift im Bild als qualitativ anderen Informationsträger zu reflektieren und ihre bildwürdigen Eignungen zu erkunden“, erklärte Alexander Stoll das Ansinnen der Ausschreibung. „Im Ergebnis ist ein erstaunlich breites Spektrum bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema zusammengekommen.“ Dies reiche von der Verwendung einzelner Buchstaben oder Zeichen als bildbestimmendes Motiv über typografische Experimente, bei denen die Künstler eigene Schriften kreierten bis hin zur Kombination mit literarischen Texten oder Sprüchen.

Die Ausstellung ist bis zum 30. März 2010 wochentags von 10 Uhr bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 Uhr bis 16 Uhr im Bürgerfoyer des Landtags zu sehen. Der Eintritt ist frei.