Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2010

Pressemitteilung 8/2010 vom 19.01.2010

Am 27. Januar gedenken der Sächsische Landtag und die Staatsregierung in einer gemeinsamen Veranstaltung im Parlament der Opfer des Nationalsozialismus. Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 ist seit 1996 offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Der Sächsische Landtag und die Staatsregierung gedenken am kommenden Mittwoch, dem 27. Januar 2010, in einer gemeinsamen Veranstaltung der Opfer des Nationalsozialismus. Neben den Reden von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Ministerpräsident Stanislaw Tillich steht in diesem Jahr die musikalische Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 10 Uhr im Plenarsaal des Sächsischen Landtags.

Zu der Veranstaltung sind neben den Abgeordneten und Vertretern der Staatsregierung u. a. die Mitglieder des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes, das konsularische Corps, Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Vertreter des kommunalen Bereichs eingeladen. Hinzu kommen eine große Zahl von Mitgliedern der Opferverbände, Vertreter der Jüdischen Gemeinden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Es spielen die Westsächsischen Kammersolisten unter Leitung von Konzertmeister Jürgen Fleischhauer gemeinsam mit Prof. Matthias Eisenberg (Cembalo/Orgel). Unter anderem werden die Musiker einige Stücke aus der Orchesterbearbeitung der Filmmusik aus „Schindlers Liste“ erklingen lassen.

Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945  ist seit 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. In Sachsen begehen der Sächsische Landtag und die Staatsregierung diesen Tag seit 2006 mit einer offiziellen gemeinsamen Gedenkstunde im Parlament. Seither waren Prof. Dr. Dan Diner, Direktor des Simon-Dubnow-Institutes für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. an der Universität Leipzig, Joseph T. Lapid, Vorsitzender des Kuratoriums der Gedenkstätte Yad Vashem, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, und Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitzkomitees, als Gedenkredner zu Gast im Sächsischen Landtag.