Einladung zur Eröffnung einer Präsentation zur ersten nationalen Sonderausstellung „Luther und die Fürsten“ am 8. Juli 2014, 17 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags

Pressemitteilung 61/2014 vom 03.07.2014

Auf Schloss Hartenfels in Torgau findet von Mai bis Oktober 2015 die erste der vier nationalen Sonderausstellungen anlässlich des 500. Reformationsjubiläums statt. Eine Präsentation im Sächsischen Landtag gibt nun einen ersten Ausblick auf die Ausstellung „Luther und die Fürsten. Selbstdarstellung und Selbstverständnis des Herrschers im Zeitalter der Reformation“.

Die Präsentation wird am 8. Juli 2014, um 17 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler gemeinsam mit Prof. Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), und Prof. Dr. Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer der SKD, eröffnet.

Die Vertreter der Medien sind hierzu eingeladen.

Gezeigt werden großformatige Fotografien, die den Betrachter durch ihre außergewöhnliche Detailgenauigkeit begeistern. Einige der kostbaren Kunstwerke, die 2015 in Torgau zu sehen sein werden, wurden stark vergrößert reproduziert. Ergänzt wird die Präsentation durch Ansichten von Torgau und Schloss Hartenfels mit seiner Schlosskapelle – der einzige, von Martin Luther selbst eingeweihte Kirchenneubau. Die gestochen scharfen, monumentalen Fotografien ermöglichen eine neue Perspektive und laden ein, die Kunstschätze bis in kleinste Detail zu studieren.

Zu sehen ist die Präsentation im Sächsischen Landtag vom 9. Juli bis zum 8. August 2014. Sie kann jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr besichtigt werden, an Feiertagen bleibt die Schau geschlossen.

„Luther und die Fürsten“ 2015 in Torgau
Unter dem Titel „Luther und die Fürsten. Selbstdarstellung und Selbstverständnis des Herrschers im Zeitalter der Reformation“ wird die erste nationale Sonderausstellung in Torgau den historischen Ort mit einzigartigen Zeugnissen der Reformationszeit verbinden. Realisiert von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Landkreis Nordsachsen und der Großen Kreisstadt Torgau, befasst sie sich mit dem Verhältnis von Reformation und Herrschaft. Mit der Veröffentlichung der 95 Thesen gegen den Ablass wagte Martin Luther einen gewaltigen Schritt. Er forderte die Autorität der Kirche heraus und leitete dadurch die Reformation ein. Als dem streitbaren Mönch und Doktor der Theologie der päpstliche Bann sowie die Reichsacht drohten, gewährte ihm sein Landesherr Friedrich der Weise Schutz. Luther pflegte fortan die enge Verbindung zu den sächsischen Kurfürsten, die unter dem reformatorischen Einfluss ihre Politik gestalteten und daraus ein neues Selbstverständnis entwickelten. Auf über 1.500 qm wird die Ausstellung die politische Geschichte der Reformation von 1515, dem Jahr des Generalablasses, bis 1591, dem Jahr des Torgauer Bündnisses beleuchten. Kostbare Kunstwerke aus nationalen wie internationalen Museen spannen den Bogen von Kursachsen, wo die lutherischen Lehren ihren Ursprung hatten, über die reformierte Kurpfalz und das gegenreformatorische Bayern zu der durch die Reformatoren in Frage gestellten Herrschaftsvorstellung des Kaisers. Deutlich wird, wie Luthers kirchen- und gesellschaftskritische Thesen und Schriften im ganzen Reich zum Politikum wurden.