Werde Lebensretter! Der Sächsische Landtag und das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt laden zum gemeinsamen Aktionstag ein

Pressemitteilung 104/2013 vom 10.09.2013

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 16. bis 22. September 2013 lädt das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt gemeinsam mit dem Sächsischen Landtag am 16. und 20. September Schülerinnen und Schüler zu einem Aktionstag unter dem Motto „Trau dich – Hilf Leben retten“ ein.

„Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jeder kann es!“, so Chefarzt Dr. Andreas Nowak, Klinik für Anaesthesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Friedrichstädter Klinikum. Unter Schirmherrschaft des Präsidenten des Sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler soll das Projekt junge Menschen ermutigen und in die Lage versetzen im Notfall Ersthelfer zu sein und Wiederbelebungsmaßnahmen bei Herzstillstand durchführen zu können.

Ärzte des Friedrichstädter Krankenhauses stehen am 16. und 20. September 2013 im Sächsischen Landtag bereit, jeweils 100 Dresdner Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse Reanimationsmaßnahmen zu vermitteln. Nach einer theoretischen Einführung können die Jugendlichen ihre neuen Kenntnisse an einer lebensgroßen Puppe unter Anleitung testen.

Bei einer Führung durch den Sächsischen Landtag haben die Schülerinnen und Schüler zudem Gelegenheit, Parlamentsluft zu schnuppern und Wissenswertes zur Architektur des Hauses, zur Geschichte sowie zur Arbeit der Abgeordneten zu erfahren.

  • Aktionsort: Sächsischer Landtag
  • Aktionstermine: 16. und 20. September 2013
  • Uhrzeit: 9:00 – 14:00 Uhr

Akkreditierung
Fotografen und Kamerateams akkreditieren sich bitte bis Freitag, 13. September 2013 in der Pressestelle des Sächsischen Landtags.

Kontakt: Katja Ciesluk, Tel. 0351 493-5152, E-Mail: presse.protokoll@slt.sachsen.de

Hintergrund:
In Deutschland ist die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich sehr gering: Nur in 17 Prozent der Fälle werden einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen. Bereits nach drei Minuten treten unwiderrufliche Schäden im Gehirn des Betroffenen auf. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, informiert der Anästhesist Nowak.