Geschichte der Sächsischen Landtage wird erforscht – Landtag und TU Dresden beschließen Kooperation

Pressemitteilung 91/2013 vom 04.07.2013

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, haben heute einen Vertrag über die Zusammenarbeit bei der Erforschung der Geschichte der Sächsischen Landtage geschlossen. Gleichzeitig beeinhaltet die Kooperation die Bildung eines Graduiertenkollegs.

„Sachsen kann auf eine ungewöhnlich lange Historie parlamentarischer Mitwirkung zurückblicken“, sagte Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler. „Heute haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass diese Parlamentsgeschichte in den kommenden sechs Jahren erstmals umfassend nach aktuellen wissenschaftlichen Standards erforscht und zusammengestellt werden kann.“

Nach dem Konsens der Forschung konstituierte sich 1438 zum ersten Mal ein Parlament als sächsischer Landtag. Selbstverständlich trat der Landtag damals nicht ad hoc ins Leben, sondern hat eine lange Vorgeschichte, die bis in das 12. Jahrhundert zurückreicht.

Mit dem Projekt „Geschichte der Sächsischen Landtage“ soll jetzt an der TU Dresden die Parlamentsgeschichte grundlegend erforscht werden. In diesem Rahmen sollen unter anderem sechs Promotionsstipendien vergeben werden sowie ein Handbuch über die Geschichte des Sächsischen Landtags entstehen.