Prof. Dr. Gábor Erdödy

„Die mitteleuropäische Region, die sich seit dem Zeitalter der Karolinger als eine selbstständige Entität abzeichnete und spezifische Entwicklungstendenzen aufwies, unternahm seit der Periode der Aufklärung und des Liberalismus enorme Energien, mobilisierende und zum Teil erfolgreiche Versuche, um jene Rückstände aufzuholen, die sich daraus ergaben, dass ihre Entwicklung im Vergleich zum westlichen Zentrum mit Verspätung stattfand. In diese Reihe gehört der Prozess der politischen Wende von 1989/1990.“

 

1951                  geboren in Budapest; Studium der Geschichte, Deutschen Sprache und Literatur, Universität Eötvös Loránd Tudományegyetem Budapest
1978 Dozent für ungarische und europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts, Budapest
1992 – 1996 Botschafter der Ungarischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland
2002 – 2009 Botschafter der Ungarischen Republik beim Heiligen Stuhl
seit 2010 Professor an der Eötvös Loránd Universität (ELTE), dort Lehrstuhlleiter und Leiter des Doktorenprogramms der ungarischen Geschichte in der modernen Zeit (19. bis 20. Jahrhundert)