Historische Tagungsorte

Der Landtag tagte seit dem 13. Jahrhundert an verschiedenen Orten in Sachsen. Auch seine eigenen Räume unterlagen einer wechselvollen Geschichte.

13./14. Jahrhundert

  • Landesversammlungen, wahrscheinlich ohne feste Versammlungsstätten in verschiedenen Orten des Landes

15./16. Jahrhundert

  • Landtage in Schlössern, Amts- und Kommunalbauten verschiedener sächsischer Städte

Ab dem 17. Jahrhundert

  • Landtagsarbeit vorwiegend in Dresden,
  • Landtagseröffnung und -abschied im Riesensaal, später im Präpositionssaal des Schlosses,
  • eigentliche Arbeit verteilt auf Schlossräume, staatliche und kommunale Amtsgebäude sowie Privathäuser

 

Landhaus – jetzt Stadtmuseum

Landhaus – jetzt Stadtmuseum

Ab 1776

  • Nutzung des von 1770 bis 1776 errichteten Landhauses an der heutigen Landhausstraße (Sichtbereich Wilsdruffer Straße), einem erstmals für die Stände errichteten Bau. Architekt: Friedrich August Krubsacius.

Ab 1907

Ständehaus – jetzt Oberlandesgericht

Ständehaus – jetzt Oberlandesgericht

  • Nutzung des Ständehauses an der Brühlschen Terrasse, errichtet nach Plänen von Paul Wallot, dem Architekten des Reichstages in Berlin
  • Unterbrechung der Landtagsarbeit durch Auflösung des Landtags per Gesetz am 31. März 1933
  • Durch den Bombenangriff am 13. Februar 1945 brennt das Ständehaus aus. Es ist weitestgehend zerstört und nicht mehr nutzbar.

1946 bis 1952

Soldatenheim – jetzt Goetheinstitut

Soldatenheim – jetzt Goetheinstitut

  • Als provisorische Tagungsstätte dient das 1910 errichtete Soldatenheim (heute Goethe-Institut) an der Königsbrücker Straße. Die Architektursprache ist beeinflusst von Hans Erlwein, der von 1905 bis 1914 in Dresden als Stadtbaurat gewirkt hat.
  • Unterbrechung der Landtagsarbeit durch Auflösung des Landtags per Gesetz der Volkskammer vom 23. Juli 1952

1990 bis 1993

Haus der Kirche

Haus der Kirche

  • Mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Landtags am 27. Oktober 1990 begann die Nutzung der Dreikönigskirche als Tagungsstätte. Deren Wiederaufbau und Umbau zum „Haus der Kirche“ war gerade 1990 abgeschlossen worden. Die Dreikönigskirche wurde 1688 nach Plänen von Pöppelmann und von Klengel nach einem Stadtbrand neu errichtet und ab 1732 durch Pöppelmann und Bähr an ihren heutigen Standort versetzt.
Altbau – ehemaliges Landesfinanzamt

Altbau – ehemaliges Landesfinanzamt

  • Die letzte Sitzung des Parlaments im "Haus der Kirche" fand am 17.September 1993 statt. Seitdem erfolgt die tägliche Landtagsarbeit im ehemaligen Landesfinanzamt an der Devrientstraße, 1928 bis 1931 nach Plänen von Barthold und Tiede errichtet. Der heutige Altbau des Sächsischen Landtags diente von 1945 bis 1990 der Stadt- und Bezirksleitung der SED als Sitz. 1991 wurde es in Verbindung mit einem Neubau als endgültiger Standort für den Sächsischen Landtag auserkoren.

seit 1993

Altbau mit Neubau

  • erste Nutzung des nach Plänen des Architekten Prof. Peter Kulka neugebauten Plenarsaales am 3. Oktober 1993,
  • erste Sitzung des Parlaments im neuen Saal am 14. Oktober 1993,
  • Gesamtübergabe erfolgte am 12. Februar 1994,
  • Sanierung der Altbauten vom 1. Februar 1995 bis 28. Februar 1997,
  • ab Mai 1997 geschlossene Nutzung des Gesamtstandortes