Bernhard-von-Lindenau-Platz

Mit der Benennung des Platzes vor dem Landtag in Bernhard-von-Lindenau-Platz soll der Schöpfer der Sächsischen Verfassung von 1831 geehrt werden.

Namensgebung

Der als 3. Bauabschnitt gestaltete Platz vermittelte vor dem Baubeginn der darunter befindlichen Tiefgarage den Eindruck eines ungeordneten Konglomerats von Straßenabschnitten, Pkw-Stellflächen und Grünstreifen. Jetzt ist ein dem Gestaltungskonzept des Gesamtstandortes folgender Platz entstanden. Charakterisiert wird er durch die strenge Aufteilung in Flächenbereiche mit unterschiedlichem Materialeinsatz und die den Platz belebenden Hochbauelemente, die wiederum den unmittelbaren Bezug zum Neubau vermitteln. Dieser neue Platz musste - auch wegen einer plausiblen Anschrift für den Sächsischen Landtag - einen Namen erhalten.

Am 6. Dezember 1999 fand die feierliche Namensgebung im Beisein von Landtagspräsident Erich Iltgen und Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner statt. Auf Vorschlag des Landtags und Beschluss des Stadtrats erhielt der Platz den Namen „Bernhard-von-Lindenau-Platz“.

Bernhard von Lindenau

Bernhard von Lindenau (1779-1854) war als sächsischer Minister Spiritus Rektor der 1830 beginnenden Erneuerungspolitik und der hauptsächliche Schöpfer der Sächsischen Verfassung vom 4. September 1831. Mit dieser ersten bürgerlich-liberalen Verfassung in Sachsen wurde richtungsweisend der Weg in den Verfassungsstaat beschritten. Die sächsische Geschichte kennt keine andere Einzelpersönlichkeit, die das Verfassungsleben so nachhaltig beeinflusst hat.

Bernhard von Lindenau hat als Generaldirektor der königlichen Museen auch wesentliche Verdienste erworben, indem er die Kunstsammlungen neu organisiert und ihre öffentliche Nutzung durchgesetzt hat.