Landtagsgeschichte

Sachsen blickt auf eine jahrhundertealte Tradition des politischen Mitbestimmens zurück, mit einer wechselvollen Geschichte der Landtage. Der heutige Sächsische Landtag trat zum ersten Mal am 27. Oktober 1990 als Landesparlament in der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Zuvor hatte die friedliche Revolution im Herbst 1989 den Weg zur parlamentarischen Regierungsform geebnet.

Am 3. Oktober 1990, dem Tag der Deutschen Einheit, wurde mit einer Feierstunde im Festsaal der Meißner Albrechtsburg der Freistaat Sachsen neu gegründet. Schon elf Tage danach, am 14. Oktober 1990, konnten die Bürger Sachsens in einer freien Wahl ihr Parlament wählen. Der Sächsische Landtag repräsentiert das Volk, gibt in seinem Namen Gesetze – soweit dies im Rahmen des bundesdeutschen Föderalismus und der Europäischen Union in seine Kompetenz fällt – und ist ein Forum demokratischer Öffentlichkeit.

Sachsen konnte im Jahr 1990 an eine lange parlamentarische Tradition anknüpfen. Landtage fanden in Sachsen nämlich seit dem späten Mittelalter statt. Auf dem Gebiet, das der heutige Sächsische Landtag repräsentiert, existierten zwei Ständeversammlungen, der kursächsische Landtag und der Landtag der Oberlausitz, aus denen in mehreren Übergängen, mit unübersehbaren Brüchen und nach jahrzehntelangen Unterbrechungen die heutige Form des Landesparlaments hervorging.

Tagung "Geschichte sächsischer Landtage" im Jahr 2015

Tagung "Sächsische Landtagsgeschichte im Vergleich" im Jahr 2012