Kommunale Integrations- und Ausländerbeauftragte
Integration braucht ein starkes Netzwerk! Die Erfahrungen und das Engagement der Kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten sind ein wesentlicher Teil dieses Netzwerks und eine wichtige Basis der erfolgreichen Migrations- und Integrationsarbeit in Sachsen.
Der Ausländerbeauftragte arbeitet deshalb eng mit den kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten zusammen. So kann er die regionale Arbeit unterstützen und zentral vernetzen. Dazu finden mehrmals jährlich Workshops, Schulungen und Fachtagungen statt. Ein wichtiges Anliegen der Netzwerkarbeit ist der schnelle Austausch von Informationen und die rasche Weitergabe von erfolgreichen Arbeitsansätzen.
- Zu den Kontdaktdaten der regionalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten
Weitere regionale oder spezialisierte Beratungsangebote finden Sie in der Rubrik Wegweiser.

- Arbeitstreffen der Kommunalen Ausländer- oder Integrationsbeauftragten im Sächsischen Landtag
- Foto: Markus Guffler
Treffen am 30. November 2011 "Potential bei Stadt und Land"

- Foto: Guffler
Im Zentrum des Treffens stand das Thema „Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen“. Moderiert wurde der Workshop von Susen Fischer vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung IRS, die am gleichnamigen Forschungs-Praxis-Projekt der Schader-Stiftung beteiligt war. In der gemeinsamen Arbeit wurden die derzeitigen Schwerpunkte kommunaler Integrationspolitik herausgearbeitet.
Zwei Handlungsfelder wurden besonders herausgehoben: die interkulturelle Öffnung von Verwaltung und Wirtschaft und die strategische Ausrichtung der Arbeit der Kommunalen Beauftragten. So planen mehrere Landkreise ein Integrationskonzept zu erstellen, andere arbeiten bereits an der Untersetzung der vorhandenen Konzepte mit konkreten Maßnahmen.
Das Thema der interkulturellen Öffnung der Verwaltung und der Wirtschaft gewinnt vor allem vor dem Hintergrund der Zuwanderungsdebatte an Bedeutung. Deutlich wurde damit auch, dass sich der Aufgabenbereich der Beauftragten im Kontext der integrations- und zuwanderungspolitischen Entwicklung der letzten Jahre deutlich vergrößert hat und dass neue Schwerpunkte gesetzt werden. Integration passiert vor Ort – und muss auch entsprechend unterstützt werden. Dabei ist weniger die Anzahl der dort lebenden Menschen mit Migrationshintergrund entscheidend, als vielmehr die Öffnung von Politik und Verwaltung hin zu den Themen Integration und Zuwanderung.
Allerdings ist die Ausgestaltung und Ausstattung der Ämter der kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten in Sachsen nach wie vor sehr heterogen.
Erfreulicherweise hat sich der Landkreis Bautzen entschieden, die bisher ehrenamtliche Beauftragte ab kommendem Jahr hauptamtlich einzusetzen. Andere Landkreise, so z.B. der Landkreis Nordsachsen, werden nachziehen. Zurzeit arbeiten sieben der 19 Kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten in Sachsen ehrenamtlich, eine Stelle ist gerade im Ehrenamt ausgeschrieben.
Frau Fischer verwies im Workshop auf ein zentrales Ergebnis des Forschungs-Praxis-Projektes der Schader-Stiftung: „Gute Integrationspolitik macht ländliche Räume zukunftsfähig.“
Das nächste Treffen der kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten ist für Montag, den 25. April 2012 geplant.
Treffen der kommunalen Beauftragten im März 2011 im Landtag
Am 14. März 2011 trafen sich die kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten (KAIB) im Sächsischen Landtag in Dresden mit dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo. Besprochen wurden aktuelle Themen und Probleme, wie der Heim-TÜV und der Runde Tisch „Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse“. Die zwölf Beauftragten nutzen die Möglichkeit, sich über aktuelle Vorhaben und die Situation in ihren Landkreisen/Städten auszutauschen. Aktuelle Aufgabe ist für viele kommunale Beauftragte derzeit die Erstellung eines Integrationskonzeptes, wie es auch für den gesamten Freistaat erarbeitet wird.
Themen der Vorträge waren „Integration durch Sport“ und das sächsische Netzwerk „Resque Plus“. Frau Spindler vom Landessportbund Sachsen informierte über die Integrationsarbeit des Sportbundes und stellte regionale Ansprechpartner und Fördermöglichkeiten vor. Das gesamte Programm wird durch das Bundesministerium des Innern gefördert.
Das sächsische Netzwerk „Resque Plus“ wurde von Frau Badakhshi vom Referat Migration und Integration der Stadt Leipzig, Herrn Wendel vom Sächsischen Flüchtlingsrat und Herrn Schlüter von der INT- Gesellschaft zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration mbH im Team präsentiert.
„Resque Plus“ ist das Folgeprojekt des Leipziger „Resque“ Netzwerks und arbeitet nun sachsenweit. Es unterstützt Flüchtlinge und Bleibeberechtigte bei Qualifizierung und bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Gefördert wird das Netzwerk durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfonds für Deutschland sowie die Europäischen Union.
Netzwerk RESQUE bietet als RESQUE Plus wieder Hilfe und sucht Partner
Seit dem 1.Dezember 2010 arbeitet das Netzwerk sachsenweit im Rahmen der zweiten Förderperiode des Programms "Arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge II". Es wurde durch neue Netzwerkpartner erweitert. So sind der Sächsische Flüchtlingsrat e. V. und die INT-Gesellschaft zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration mbH als operative Netzwerkpartner hinzugekommen. Neue strategische Netzwerkpartnerinnen sind neben der Agentur für Arbeit Leipzig und dem Jobcenter Leipzig die HWK zu Leipzig und die IHK Leipzig.
Neue Netzwerkpartner aus allen sächsischen Regionen sind willkommen.


