Die drei Bauabschnitte der Bauten

Urne mit Sachsenwappen zur Grundsteinlegung

Die aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangene Planungsidee umfasste den Gesamtstandort. Für die praktische Umsetzung der real möglichen Entwurfs- und Ausführungsphasen erwies sich jedoch eine Untergliederung in drei Bauabschnitte als sinnvoll.

Die drei Bauabschnitte sind im Einzelnen:

Bauabschnitt Neubauten

Datum Beschreibung
Juni 1991 Beauftragung des Büros Prof. Kulka mit der Planung
1. Oktober 1991 Baubeginn (Baufeldfreimachung)
11. Dezember 1991 Erster Spatenstich
19. Mai 1992 Grundsteinlegung
2. Oktober 1992 Richtfest
3. Oktober 1993 Erste Nutzung des Plenarsaals mit der Festsitzung anlässlich des Tages der deutschen Einheit
12. Februar 1994 Übergabe und Nutzung des Gesamtobjektes Neubauten

Nutzfläche: 7.680 m²

Mit den Neubauten wird der Standort entsprechend der Vorkriegsbebauung wieder zu einer Drei-Hof-Anlage geschlossen, allerdings mit anderen Baumassen sowie mit anderen gestalterischen und konstruktiven Mitteln.

Am in den Elbraum hervortretenden Plenarsaal schließen der Elbflügel und der Packhofflügel an. Während der Elbflügel mit dem Besucherempfang, der Ausstellungs- und Vortragsebene sowie dem Restaurant vorrangig der Öffentlichkeit gewidmet ist, bietet der Packhofflügel Büroraum für die dem Plenarsaal zugeordneten Nutzungsfunktionen. Vervollständigt wurden die Neubauten durch einen brückenartigen Gebäudeflügel, in dem auf drei Geschossebenen die Büros der Fraktionsleitungen untergebracht sind. Die Neubaufläche, auch die des von einem Wasserbecken belebten steinernen Hofes, ist mit einem Untergeschoss versehen, das Raum für technische Anlagen, Lagerflächen und 110 Pkw-Stellplätze bietet.

Bauabschnitt Rekonstruktion Altbau

Datum Beschreibung
01. Februar 1995 Beauftragung des Büros Prof. Kulka mit der Planung
15. April 1996 Baubeginn (Baufeldfreimachung)
28. Februar 1997 Erster Spatenstich

Nutzfläche: 10.317 m²

An dem dominanten Turmbauwerk, über dessen dreigeschossigem Eingangsfoyer sich in mehreren Ebenen die Fraktionsberatungssäle befinden, schließen die die Straßenfronten begrenzenden Gebäudeflügel mit jeweils fünf Geschossebenen über dem Kellergeschoss an. Durch einen weiteren Gebäudeflügel entsteht der Kantine und Bibliothek aufnehmende Innenhof. Die sich den Fensterachsen unterordnende Raumstruktur im Altbau bietet den Raum für die variable Anordnung des Bürobedarfs der Fraktionen und der Landtagsverwaltung. Das Gebäude ist vollständig unterkellert. Dieser Raum ist u. a. für die Magazine von Bibliothek und Archiv sowie für vielfältige Lager, technische Anlagen und Werkstätten erschlossen.

Bauabschnitt Landtagsvorplatz

Datum Beschreibung
15. September 1999 Baubeginn
22. Dezember 1999 Übergabe und Nutzung

Der Bau des Platzes steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Bau der darunter befindlichen Tiefgarage eines privaten Investors. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Pflanztiefe der den Baumhain bildenden Platanen war die Baugrenze zwischen Garage und Platz auf 1,50 m unter Gebäude vereinbart worden. Unberührt davon sind die die Tiefgarage erschließenden Hochbauten.

Die Zufahrt auf den Platz ist über absenkbare Poller erschlossen. Für Besucher des Landtags stehen Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Fahrradfahrer finden reichlich Stellplätze. Auf dem mit Betonplatten befestigtem offenen Platzbereich werden öffentliche Versammlungen möglich. Über eine Sitztreppe öffnet sich der Platz zur Elbe. Die Platzanlage löst das städtebauliche Anliegen, einen der exponierten Lage zwischen Semperoper und Landtag entsprechenden öffentlichen Raum wirkungsvoll zu gestalten.