Ausstellung – „100 Sächsische Grafiken 2012 – Argonauten oder Erfolg ist alles“

Ausstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung

Veranstaltung vom 09.01.2013 bis 12.02.2013

Am 8. Januar 2013 wurde die Ausstellung im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags eröffnet. Sie kann vom 9. Januar bis 12. Februar 2013 jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

Die Neue Sächsische Galerie Chemnitz lädt zur neunten Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken unter dem Thema Argonauten oder Erfolg ist alles ein.
Bezugnehmend auf die antike griechische Überlieferung der Reise der Argonauten bietet es zahlreiche Anknüpfungspunkte und visuelle Suggestionen für die Grafiker. Aufbruch zu unbekannten fernen Ufern, ein unberechenbarer Weg mit Untiefen und ungeheuerlichen Begegnungen, einem Fetisch nachjagend. Die Reise verbildlicht in überzeichneter Härte ein perfides Machtstreben des Auftraggebers, aber auch die Antwort der Argonauten als Annahme einer ehrversprechenden Herausforderung. Das Ergebnis bedeutet ausschließlich Erfolg für eine der beiden Seiten, Niederlage für die andere – ein berührungsfreies tödliches Duell. Die komplexen Geschehnisse der Argonautensage, die sich von fragwürdigen Ehrbegriffen treiben lassen, die in großen Gesten und beeindruckenden Erzählungen gelegentliche erhaben erscheinen, geben menschliche Schwächen und Stärken und Aufgaben bis heute weiter.

Der Ausstellung ging ein Wettbewerb voraus, zu dem jeder im Kulturraum Sachsen wirkende Künstler bis zu vier Arbeiten einreichen darf. Es wurden 334 Arbeiten von 124 Künstlern eingereicht. Aus diesen Arbeiten wurden neun Preisträger von einer Jury ausgewählt.

Die Beiträge dieses Jahres dokumentieren eine Tendenz, die von den Qualitäten der Vervielfältigbarkeit und Schnelligkeit immer mehr abrückt in Richtung unikater und verfeinerter Druckwerke. Als verbindendes Element erscheint letztendlich nur noch das zwischengeschaltete, meist maschinelle Druckverfahren, auch hier in vielfacher Varianz unter Nutzung neuester technischer Möglichkeiten. Trägermaterialien wechseln und die Bildfindung muss schon lange nicht mehr allein auf einer Zeichnung basieren, wie es der griechische Ursung des Wortes suggeriert.

Die Preisträger in diesem Jahr sind: Eva Gaeding, Stephanie Marx, Tanja Pohl, Lothar Rericha, Steffi Sahre, Gabriele Sperlich, Frank Voigt, Tim von Veh und Silvio Zesch.