Ausstellung "Das Lager Elsterhorst" Erinnern - Gedenken - Mahnen

Gefangene im Lager Elsterhorst

Gefangene im Lager Elsterhorst

Veranstaltung vom 10.10.2012 bis 18.11.2012

Am 9. Oktober 2012 eröffnete Vizepräsident Horst Wehner die Ausstellung im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags. Sie kann bis zum 18. November 2012 jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und an den Wochenenden von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr besichtigt werden. An den Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

Einführung in die Ausstellung

Seit 1938 wurde in der Nähe von Hoyerswerda – in Elsterhorst (heute Nardt) – ein großes Gefangenenlager errichtet. Von 1939 bis 1945 war es Kriegsgefangenenlager der Deutschen Wehrmacht (Stalag IV A für polnische, französische und russische Soldaten und OFLAG IV D für französische Offiziere), von April bis Oktober 1945 Kriegsgefangenenlager der Roten Armee, danach Entlassungs- und Quarantänelager und von 1946 bis zum 31.12.1947 „Umsiedlerlager“ für Zehntausende Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

Anhand von Fotos, Dokumenten, Erlebnisberichten und Sachzeugen dokumentiert diese Ausstellung den Leidensweg und das Sterben vieler Menschen in diesem Lager, aber auch die Würde, mit der sie ihre Situation meisterten.

Seit dem 17. September 2011 gibt es ein ständiges Ausstellungs- und Dokumentationszentraum im Lager Elsterhorst an historischer Stätte in Nardt. Zunächst wird in einem ersten Ausstellungsabschnitt über das Schicksal der mehr als 120.000 Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten berichtet.

Die übrige Geschichte des Lagers wird momentan mit Hilfe der Text- und Fototafeln deutlich, die für die 2007 im Stadtmuseum Hoyerswerda gezeigte Sonderausstellung erarbeitet wurden. Ziel ist es, auch die übrigen Etappen der Lagergeschichte in neuer Form als Dauerausstellung zu präsentieren.