Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz „Die Braune Falle – Eine rechtsextremistische ‚Karriere’“

Veranstaltung vom 07.09.2011 bis 23.09.2011

Das Bundesamt für Verfassungsschutz zeigt im September seine aktuelle Wanderausstellung „Die Braune Falle – Eine rechtsextremistische ‚Karriere’“ im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags. Sie thematisiert die Vielfältigkeit rechtsextremistischer Erscheinungsformen.

Diese Wanderausstellung vom Bundesamt für Verfassungsschutz ist ein Beitrag zur geistig-politischen Auseinandersetzung mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Es soll deutlich gemacht werden, dass die Demokratie grundlegende Wertorientierungen braucht, die gegenüber extremistischen Positionen verteidigt werden müssen. Zielgruppen dieser Ausstellungen sind Lehrer und Erzieher, Schüler und Auszubildende, Medienvertreter sowie alle politisch interessierten Bürgerinnen und Bürger. „Die Braune Falle“ ist bundesweit unterwegs und begeht nun im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags ihren Auftakt in Sachsen.

„Nicht allein der Staat ist gefordert, wenn es darum geht, Extremismus zu ächten und Demokratie zu achten, sondern alle gesellschaftlichen Kräfte sind aufgerufen. Wer sich engagieren will, braucht Kenntnisse.“

Unter diesem Motto hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die Ausstellung „Die Braune Falle - Eine rechtsextremistische ‚Karriere’“ konzipiert. Ziel ist es, nicht mit „erhobenem Zeigefinger“ zu informieren. Deshalb erzählt der fiktive Jugendliche Mario S. die Geschichte seiner rechtsextremen ‚Karriere’. Er ist ein Außenseiter, der sich vernachlässigt fühlt und auf der Suche nach Halt und Orientierung in die rechte Szene gerät. Das Gefühl von Stärke und Zusammengehörigkeit, die Mode und Musik – all das fasziniert Mario. Ohne Zögern nimmt er das rechtsextremistische Gedankengut seiner neuen Freunde und Weggefährten an. Irgendwann, aufgehetzt von Hasstiraden und unter Alkoholeinfluss wird Mario S. dann zum Täter und schlägt zusammen mit Kameraden drei Ausländer grundlos krankenhausreif. Der Schock über die eigene Gewalttat bewegt Mario jedoch zum Umdenken und Ausstieg aus der Szene.

Eindrucksvoll erfahren die Besucher, wie aus anfänglicher Faszination blutiger Ernst werden kann. Es wird deutlich, dass besonders junge Menschen, auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft, anfällig für die rechtsextremistische Ideologie sind. Deshalb richtet sich die „Braune Falle“ in besonderem Maße an Jugendliche.

Bei der Konzeption der Ausstellung lag der Fokus darauf, das Thema Rechtsextremismus auf unterschiedlichen Informationsebenen und unter Einsatz vielfältiger audiovisueller Medien möglichst konkret und anschaulich darzustellen. Auf drei Informationsebenen bieten Banner, Infotafeln, Bild-, Ton- und Filmdokumente dem Besucher die Möglichkeit, sich selbst ein Urteil über die Gefahren von Rechtsextremismus zu bilden. Statt allgemein bekannte Fakten und Definitionen einfach nur wiederzugeben bietet „Die Braune Falle“ authentische Einblicke in die Szene, betont die Bedeutung von Musik, Internet und Mode und klärt über rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen auf.

Der Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler wird die vom Bundesamt für Verfassungsschutz organisierte Ausstellung in einer nicht-öffentlichen Feierstunde eröffnen.

Die „Die Braune Falle – Eine rechtsextremistische ‚Karriere’“ ist von Montag bis Donnerstag von 09.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 09.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Besucher werden von Mitarbeiter/innen des Verfassungsschutzes durch die Ausstellung geführt. Termine können mit Frau Kemper (Telefon: 0351 493-5131) vom Besucherdienst vereinbart werden.