Ausstellung der Preisträgerarbeiten des 20. Schülerwettbewerbs des Sächsischen Landtags zur Förderung der politischen Bildung

Veranstaltung vom 18.06.2011 bis 01.08.2011

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat zu Beginn des letzten Schuljahres Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 aufgerufen, sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinanderzusetzen. 1.656 Jugendliche folgten diesem Appell. Die besten Einsendungen in den Kategorien Plakate, Plastiken, Filme, Reportagen und Lieder präsentieren sich in einer Ausstellung, zudem werden neun der dreizehn Erstpreisträgerarbeiten vorgestellt.

Eröffnung

Der Landtagspräsident wird am 17. Juni 2011 in einer nicht öffentlichen Feierstunde im Bürgerfoyer die Gewinner des 20. Wettbewerbs auszeichnen und anschließend die Ausstellung eröffnen.

Ein Querschnitt der Leistungen sächsischer Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 20 Jahren

Das Darstellungsspektrum der Einsendungen reicht von schriftlichen Arbeiten über Plakate, Plastiken und Spiele bis hin zu Filmen, Reportagen, PowerPoint-Präsentationen und Webseiten. Die Exponate in dieser Ausstellung beschränken sich auf 50 Plakate, zehn Plastiken, drei Filme, eine Reportage und ein Lied, die erste bis dritte Plätze belegt haben.

Die Bandbreite der neun vorgeschlagenen Themen ist weit gefasst und hat einen unmittelbaren Bezug zum Erfahrungsbereich junger Leute. Im Folgenden seinen nur zwei Beispiele genannt: „Körperkult – Schönheits-OPs, Tatoos und Piercings: Der moderne Mensch stylt seinen Körper. Warum?“ Eine Frage, die bei den Teilnehmern großes Interesse geweckt hat. Das Meinungsspektrum erstreckte sich von klarer Ablehnung der Eingriffe in die Natur des Menschen über die Suche nach einem Standpunkt bis hin zu begeisterter Zustimmung. In vielen Filmen und PowerPoint-Präsentationen sind Bilder von negativen Ergebnissen so mancher „Verschönerung“ zu sehen, die auch Befürworter des Stylings nachdenklich werden lassen. Eine umfassende Betrachtung der Problematik ist Inhalt vieler Arbeiten.

Die Aufgabe „Zivilcourage – wegschauen oder helfen? Was kann ich tun?“ fand ebenso großen Anklang. Hier hinterfragten die Jugendlichen das Verhalten der Menschen, die gewalttätige Übergriffe auf wehrlose Personen beobachten. Ein mutiges Eingreifen einzelner Personen ist oftmals nicht die Lösung, wie der Fall Dominik Brunner in München gezeigt hat. Die Jugendlichen geben praktische Tipps für effektive Verhaltensweisen in brenzligen Situationen. Sie beschreiben aber auch den Mut, den es im Alltag braucht, um den eigenen Standpunkt gegen Widerstände einer vermeintlichen Mehrheit zu vertreten oder unpopuläre Meinungen anderer zu unterstützen. Derartigen Situationen sind wir sicherlich häufiger ausgesetzt als der Konfrontation mit Gewalttaten.

Die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit solchen Themenspektren fördern immer wieder erstaunliche Ergebnisse zutage. Der Ideenreichtum bei der künstlerischen Gestaltung und die inhaltliche Aussagekraft der Arbeiten werden Sie überraschen.