Ausstellung Medium Fotografie, gestern – heute – morgen, „Sich ein Bild machen“

Titelbild des Hauptkataloges der Ausstellung

Titelbild des Hauptkataloges der Ausstellung

Veranstaltung vom 16.03.2011 bis 11.04.2011

Am 15. März 2011 wurde die Ausstellung des Sächsischen Fotoverbandes e. V. im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages eröffnet. Sie kann vom 16. März 2011 bis zum 11. April 2011 jeweils von Montag bis Freitag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Sonnabend und Sonntag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Sie sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Einführung in die Ausstellung

Die Präsentation gehört bereits im Wechsel mit der Porträtfotoschau Deutschlands zu einer Tradition seit mehr als einem Jahrzehnt. Im erfolgreichen Zusammenwirken mit dem Sächsischen Landtag hat dessen Präsident stets die Schirmherrschaft übernommen.

In diesem Jahr liegt bewusst der Akzent auf „Sich ein Bild machen“ mit dem Versuch, das interdisziplinäre Gespräch anzuregen. In Zeiten der völlig überfrachteten Bildwelt brauchen wir ein Nachspüren und Nachdenken über uns selbst und über das, was unser Gemeinwesen ausmacht. So kann diese ehrenamtlich realisierte Regieausstellung in Partnerschaft mit der Deutschen Fotothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, der Semper Schulen und der Unabhängigen Schriftstellerassoziation Dresden e. V. als eine Werkstatt im Dialog mit der Öffentlichkeit gelten.

Mehr als 100 fotografische Blätter aus einem reichlichen Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart bereichern das Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags. Zu Donadinis Sichten aus dem königlichen Dresdengesellen sich die künftigen Gestalter aus den Reihen der Semper Schulen wie von den Schülern der Leipziger Kinder- und Jugendkunstwerkstätten. Wie immer vermeidet der Fotoverband jede unzulässige mechanische Trennung zwischen Beruf- und Amateurschaffen. Klangvolle Namen finden sich gleichberechtigt zu neuen Mitgliedern des Fotoverbandes wie auch des Forums Engagierter Fotografie, Köln.

Zu diesen ausgewählten Einblicken in das unendlich reiche fotografische Schaffen findet der Betrachter völlig eigene literarische Texte. So formulieren Schriftsteller der ASSO etwas von Auseinandersetzung mit den grundsätzlichen Dingen des menschlichen Seins. Es gilt über das Alltäglich hinaus, Unentdecktes ans Licht zu bringen. Einfach menschlich sehen. Was für alle Künste gilt.

Zu Experimenten kommen feine Zwischentöne, Gegenwelten angesichts biederen Kleinbürgertums und wohlgefälliger Salons. Schon die reiche Tradition hiesigen Erbes verpflichtet hierzu.

Übrigens: Technische Innovationen sind Mittel zum Zweck. Dahinter steckt immer der menschliche Kopf.

Markus Krebs
2. Vorsitzender des Sächsischen Fotoverbandes e. V.