Ausstellung "Akteure im Bild - Der Sächsische Landtag von 1990 bis 1994"

Blick in den Sitzungssaal des Sächsischen Landtags im Haus der Kirche/Dreikönigskirche

Blick in den Sitzungssaal des Sächsischen Landtags im Haus der Kirche/Dreikönigskirche

Veranstaltung vom 25.11.2010 bis 09.03.2011

Am 25. November 2010 eröffnete Landtagspräsident Dr. Rößler die Ausstellung über den ersten Sächsischen Landtag nach Wiedererrichtung des Freistaates Sachsen im Jahre 1990. Als zentrales Thema präsentiert die Ausstellung eine Auswahl des zeitgenössisch entstandenen fotografischen und filmischen Bildes des Landtags in der ersten Legislaturperiode (1990 bis 1994). Die Ausstellung wird vom 26. November 2010 bis 9. März 2011 im Bürgerfoyer zu sehen sein. Sie sind herzlich zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Hinweis: Aufgrund technischer Instandsetzungsarbeiten bleibt die Ausstellung am 23. Februar 2011 geschlossen.

Einführung in die Ausstellung

Das Präsidium während einer Sitzung des Sächsischen Landtags im Haus der Kirche/Dreikönigskirche.

Das Präsidium während einer Sitzung des Sächsischen Landtags im Haus der Kirche/Dreikönigskirche.

Zwanzig Jahre ist es her, dass die parlamentarische Demokratie in Sachsen nach Jahrzehnten der Diktatur mit der Konstituierung des 1. Sächsischen Landtags wieder Einzug hielt. Das ist eines der wichtigsten Verdienste der Friedlichen Revolution, die den Freistaat Sachsen als Verfassungsstaat erst auf den Weg brachte. Doch wie gestaltete sich Demokratie in dieser Anfangszeit? Wie funktionierte der erste Landtag nach dem Ende der DDR? Wie konnten die 160 neu gewählten Abgeordneten Demokratie umsetzen? Hatten sie den Weg in die Politik doch alle erst in den Jahren 1989 und 1990 gefunden. Die Landtagsverwaltung musste aufgebaut werden und auch eine unzensierte Öffentlichkeit war gerade erst entstanden. In Sachsen befand sich das Land in einem tiefgreifenden Wandel und die Menschen wagten einen Neuanfang.

Ein Weg, um die Erinnerungen an Vergangenes lebendig zu erhalten, sind zeitgenössische Fotos und Filmdokumente. Visuelle Medien gehören heute zu den wichtigsten Verständigungsmitteln über die Vergangenheit. Geschichte prägt sich unserer Erinnerung ganz wesentlich in Form von Bildern ein. Fotografien und Filme können Vergangenes dokumentieren, sie zeigen aber auch Inszenierungen oder Unbeabsichtigtes. Eines sind sie ganz gewiss: Zeitzeugnisse, die einer Interpretation bedürfen.

Als zentrales Thema präsentiert die Ausstellung eine Auswahl des zeitgenössisch entstandenen fotografischen und filmischen Bildes des Sächsischen Landtags in der 1. Legislaturperiode. Dabei spielen die engagierten Menschen, die Akteure dieser Zeit, eine entscheidende Rolle und stehen im Fokus des Ausstellungskonzeptes: die Abgeordneten, aber auch die Landtagsverwaltung sowie die Vertreter der medialen Öffentlichkeit. Wie ist ihre Interpretation der Zeitzeugnisse? – Über die rein optische Dokumentation hinaus nutzt die Ausstellung Fotografien und Filme, um die noch vorhandenen Erinnerungen der damaligen Akteure wachzurufen und der Gegenwart verfügbar zu machen. Manches Bild wird aber auch bei den Besuchern selbst Erinnerungen wecken. Zudem sind Führungen von ehemaligen Landtagsabgeordneten, -mitarbeitern, Journalisten etc. geplant. Auch auf diesem Weg werden in der Ausstellung aktuelle Kommentare von vielen Landtagsmitgliedern und Beteiligten der Wahlperiode 1990 bis 1994 gegenwärtig sein.

Zeitzeugen führen durch die Ausstellung

Um diese Zeit noch einmal besonders lebendig werden zu lassen, bieten wir Führungen durch die Ausstellung mit Zeitzeugen zu folgenden Terminen an:

  • 26. Januar 2011, 16 Uhr,
  • 25. Februar 2011, 15 Uhr,
  • 24. Februar 2011, 15 Uhr, sowie am
  • 4. März 2011, 16 Uhr.

Anfragen und Anmeldung bitte unter Telefon (03 51) 493 5131 oder (03 51) 493 5132. Wir laden Sie herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und freuen uns über Ihr Interesse.

Die Karte des Freistaates Sachsen im neuen Plenarsaal des Sächsischen Landtag am Bernhard-von-Lindenau-Platz.