Ausstellung der Preisträgerarbeiten des 19. Schülerwettbewerbs des Sächsischen Landtags zur Förderung der politischen Bildung

Bild des Plaktes zum Schülerwettbewerb 2009/2010

Bild des Plaktes zum Schülerwettbewerb 2009/2010

Veranstaltung vom 11.06.2010 bis 05.07.2010

Zu Beginn eines jeden Schuljahres ruft Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 auf, sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinanderzusetzen. 1.452 Jugendliche folgten diesem Appell. Die besten Einsendungen in den Kategorien Plakate, Plastiken und Filme präsentieren sich in einer Ausstellung, zudem werden acht der 12 Erstpreisträgerarbeiten vorgestellt.

Eröffnung

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler wird am 11. Juni 2010 in einer Feierstunde mit geladenen Gästen im Bürgerfoyer die Gewinner des 19. Wettbewerbs auszeichnen und anschließend die Ausstellung eröffnen.

Ein Querschnitt der Leistungen sächsischer Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 20 Jahren

Das Darstellungsspektrum der Einsendungen reicht von schriftlichen Arbeiten über Plakate, Plastiken und Spielen bis hin zu Filmen, Reportagen, PowerPoint-Präsentationen und Webseiten. Die Exponate in dieser Ausstellung beschränken sich auf 50 Plakate, neun Plastiken und drei Filme, die erste bis dritte Plätze belegt haben.

Die Bandbreite der neun vorgeschlagenen Themen ist weit gefasst. Im Folgenden seien nur einige Beispiele genannt: „Kinderarmut in Deutschland – jammern auf hohem Niveau oder doch bedrückende Realität? Wann ist man eigentlich arm?“ Zu der häufig genutzten Aufgabe sind sehr kreative Plakate entstanden, die sich mit den mangelnden Zukunftschancen von Kindern aus ärmeren Schichten auseinandersetzen.

Die Frage „Keine Schulpflicht – würdest Du trotzdem hingehen?“ klingt verlockend. Doch die Jugendlichen geben sich äußerst pflichtbewusst und lassen keinen Zweifel daran, dass sie auf Bildung und Schulabschluss großen Wert legen. Daher haben sie sich eher mit der Zusatzfrage „Was kann Schule in Deinen Augen attraktiver machen?“ beschäftigt und u. a. kreative Schulgebäude gebastelt, die hell, farbenfroh und gemütlich gestaltet sind – nach dem Motto: Eine schöne Umgebung regt die Sinne an und steigert die Lernbereitschaft.

Amokläufe an Schulen bewegen Jugendliche natürlich sehr. Auch wenn keiner glaubt, dass eine so schreckliche Tat jemals an seiner Schule geschieht, ist offensichtlich eine unterschwellige Angst vorhanden, die viele Teilnehmer animiert hat, das Thema „Was ist geschehen, wenn ein Jugendlicher Amok läuft? Was können Eltern, Mitschüler und Lehrer tun? Gibt es Schutz?“ zu bearbeiten. Was geht im Kopf eines potentiellen Täters vor, welche äußeren Einflüsse bringen einen Menschen dazu, ein solches Verbrechen zu begehen? Diese Gedanken sind in Plakaten, Plastiken und Filmen sehr gut umgesetzt worden. Viele Anregungen zur Prävention wurden in die Überlegungen einbezogen.

Die Teilnehmer des Schülerwettbewerbs sind der Beweis, dass nicht allein Gewalt verherrlichende Computerspiele, Fastfood oder gar Alkohol die Freizeitbeschäftigungen der jungen Generation bestimmen. Der Ideenreichtum bei der künstlerischen Gestaltung und die inhaltliche Aussagekraft werden Sie überraschen.