Am 25. Februar 2010, 18:00 Uhr, wird im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags die Ausstellung der Neuen Sächsischen Galerie "100 Sächsische Grafiken - Blätter im Letterndickicht" durch Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler eröffnet. Die Schau zeigt Künstlerarbeiten, welche im Rahmen eines Wettbewerbes im Jahr 2008 geschaffen wurden.
Ausstellung 100 Sächsische Grafiken - Blätter im Letterndickicht
-
- Lothar Rericha, Gespräch in B, 2008, Holzschnitt
-
- Jürgen Schieferdecker, Lebensspuren (VII) Kaputt (für Jürgen Fuchs), 2008, Laserdruck
Die Vernissage
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, der Eröffnung dieser Ausstellung am 25. Februar 2010 beizuwohnen und im Anschluss mit Künstlern und Gästen im Bürgerfoyer ins Gespräch zu kommen. Landtagspräsident Dr. Rößler wird hier um 18:00 Uhr gemeinsam mit dem Kustos der Neuen Sächsischen Galerie, Herrn Stoll, eine Einführung geben.
Über die Ausstellung
Dem Wettbewerb zur Ausstellung 100 Sächsische Grafiken im Jahr 2008 lag die Idee zugrunde zwei visuelle Ausdrucksbereiche bewusst zu verknüpfen, die in der Kunsttradition schon gelegentlich in Verbindung standen. Die Schrift und das Wort sind seit Jahrhunderten immer wieder in Bildgestaltungen eingeflossen. Im Wettbewerb der Neuen Sächsischen Galerie ging es darum, Schrift im Bild als qualitativ anderen Informationsträger zu reflektieren und ihre bildwürdigen Eignungen zu erkunden. Die grafische Präsenz der Schrift im Lebensalltag wächst stetig, nicht zuletzt durch die heute jedem verfügbare Technik und den hohen Grad an verbaler Informationsverbreitung. "Mit der Ausschreibung sollte zur Beschäftigung mit den Wirkungsphänomenen im Wechsel von Schrift und Bild angeregt werden. Wir zielten auf die pointierte Herausarbeitung der unterschiedlichen Wahrnehmungen bildlicher und begrifflicher Aussagen. Für die Beteiligung waren alle druckgrafischen Techniken und Mischtechniken zugelassen und Experimente in Technik und Trägermaterialien willkommen" (Zitat aus dem Einleitungstext des Kataloges zur Ausstellung der Neuen Sächsischen Galerie). Am Wettbewerb nahmen 123 Künstler aus Sachsen mit insgesamt 324 Arbeiten teil. Die fachkundige Jury mit Ulrich Hachulla (HGB Leipzig, Künstler), Reinhard Rössler (Künstlerhaus Hohenossig), Holger Saupe (Kunstsammlungen Gera), Silke Wagler (Kunstfonds Dresden) und Mathias Lindner (Neue Sächsische Galerie Chemnitz) konnte Dank zahlreicher Unterstützer und Förderer am Ende acht Künstler prämieren.
Die Ausstellung ist vom 26. Februar 2010 bis 30. März 2010 montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Neue Chemnitzer Kunsthütte e. V. als Trägerverein der Neuen Sächsischen Galerie
Am 24. Januar 1990 gründeten engagierte Bürger auf Initiative des Kunsthistorikers Dr. Werner Ballarin den Kunstverein "Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V." den wohl ersten Verein dieser Art in der damaligen DDR. Sowohl in der Namensgebung als auch in seinen grundsätzlichen Intentionen sah sich der neue Verein in der Tradition des ersten Chemnitzer Kunstvereins - der "Chemnitzer Kunsthütte", der bereits im Jahre 1860 gegründet worden war und um die Jahrhundertwende zu einer wesentlichen Kulturinstitution in der aufstrebenden Industriestadt avancierte. Unter der Ägide des Ausstellungsleiters Friedrich Schreiber-Weigand galt das Interesse vornehmlich den modernen Kunstentwicklungen. Erste Ausstellungen mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Schmidt-Rottluff machten mit der neuen Richtung des Expressionismus bekannt. Durch die umfangreiche Ankaufstätigkeit der Kunsthütte in diesen Jahren wurde zugleich der Grundstock für die späteren Kunstsammlungen der Stadt Chemnitz gelegt. Ähnlich wie sein Vorgänger möchte auch die Neue Chemnitzer Kunsthütte aktiv zur Förderung der zeitgenössischen Kunst in Sachsen beitragen. Durch Ausstellungen, Kunstgespräche, Vorträge, Symposien und andere Veranstaltungen will der Verein ein breites Podium für die Auseinandersetzung mit der Kunst unserer Zeit bieten. Im Jahr 1996 übernahm der Verein die Trägerschaft der städtischen Kunstsammlung Neue Sächsische Galerie, die bis dahin in enger Partnerschaft mit dem Verein, aber als eigenständiges Museum der Stadt Chemnitz geführt wurde. Seither koordiniert der Verein treuhänderisch alle musealen und organisatorischen Belange dieser einzigartigen Einrichtung in Sachsen. Quelle: Neue Sächsische Galerie


