5. Sächsischer Jugendgeschichtstag

Teilnehmer des Jugendgeschichtstages 2008

Teilnehmer des Jugendgeschichtstages 2008

Veranstaltung vom 20.11.2009 bis 21.11.2009

Sächsische Geschichte(n) im Sächsischen Landtag: Jugendliche stellen zum 5. Jugendgeschichtstag die Ergebnisse ihrer "Zeitensprünge" vor. In 30 Projektteams begaben sich die Teilnehmer auf Spurensuche und stöberten über Monate in ihrer Heimat viele interessante Geschichten aus. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler ist Schirmherr der Veranstaltung und wird die Nachwuchsforscher im Landtag begrüßen.

Zeitensprünge in die kleine Geschichte(n) von nebenan

Spannende Geschichte(n) gibt es überall zu entdecken, oft genug auch vor der eigenen Haustür. Für 30 Zeitenspringerteams in Sachsen neigt sich ein interessantes Jahr der Spurensuche und lokalgeschichtlichen Forschung dem Ende entgegen. In den zurückliegenden Monaten haben sich Jugendliche aus allen Regionen des Freistaates intensiv mit der Vergangenheit ihrer Heimat auseinandergesetzt und zahlreiche interessante Geschichten ausgegraben.

Mit großer Akribie, Neugier, Geduld und Kreativität stöberten die Teilnehmer in der Vergangenheit. Sie befragten Zeitzeugen, sichteten historische Fotografien und Dokumente oder suchten in Archiven, Bibliotheken und im Internet nach Informationen.

Am 20. und 21. November 2009 treffen sich die „Zeitenspringer“ zum 5. Jugendgeschichtstag, um ihre Projektarbeit auszuwerten, Erfahrungen auszutauschen und die Ergebnisse im Sächsischen Landtag vor- und auszustellen. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen und wird die Nachwuchsforscher zu dieser Geschichtsstunde der etwas anderen Art im Parlament begrüßen.

Geschichte mal anders: Vom Bergbau über Mundart bis zur Friedlichen Revolution

Die Bandbreite der Themen, mit denen sich die Zeitenspringer-Teams 2009 befasst haben, ist ebenso groß wie beeindruckend. So erforschten die Nachwuchshistoriker u. a.  die Geschichte des Freiberger Bergbaus, beleuchteten die Bedeutung des Mixtapes als zeithistorisches Phänomen, rekonstruierten die Historie des Antifaschistischen Widerstands in Löbau und Umgebung oder arbeiteten die Geschichte der Mundart im Vogtland auf, um nur einen kleinen Einblick in die insgesamt 30 sächsischen Projekte zu geben. Auch das Thema „20 Jahre Friedliche Revolution“ fand Eingang in die Spurensuche 2009. Die Zeitenspringer recherchierten vor allem kleine, lokale Geschichten und persönliche Erlebnisse der Menschen vor Ort – in Chemnitz, Görlitz, Riesa und Pirna. In Dresden luden Jugendliche zu einem Essen mit DDR-typischen Köstlichkeiten, um in diesem Rahmen mit Zeitzeugen ihrer Stadt ins Gespräch zu kommen.

Neben der Vorstellung der einzelnen Projekte stehen zwei hochkarätig besetzte Gesprächsrunden zu 20 Jahren Friedliche Revolution und dem demokratischen Neubeginn in Sachsen auf dem Programm.

Der Jugendgeschichtstag findet seit 2005 jährlich in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Jugendstiftung im Sächsischen Landtag statt.