UNTER DRUCK - Die Zeitungen der Friedlichen Revolution, Aufatmen nach Jahrzehnten andauernder Pressezensur

Eine Ausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums für Gewaltfreiheit und Zivilcourage Werdau e. V.

Eine Ausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums für Gewaltfreiheit und Zivilcourage Werdau e. V.

Veranstaltung vom 04.11.2009 bis 16.12.2009

Das Martin-Luther-King-Zentrum e. V. zeigt im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags ab dem 4. November bis zum 16. Dezember 2009 die Wanderausstellung "UNTER DRUCK - Die Zeitungen der Friedlichen Revolution, Aufatmen nach Jahrzehnten andauernder Pressezensur". Die Vernissage findet am Dienstag, dem 3. November 2009, um 18:00 Uhr, statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Ausstellungstafel unabhängige Zeitungen

Ausstellungstafel

Eröffnungsveranstaltung

Der Präsident des Sächsischen Landtags, Herr Dr. Matthias Rößler, und das Martin-Luther-King-Zentrum e. V. laden am 3. November 2009, um 18:00 Uhr, zur Eröffnung der Wanderausstellung „Unter Druck - Die Zeitungen der Friedlichen Revolution. Aufatmen nach Jahrzehnten andauernder Pressezensur“ in das Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags ein. 

Nach der Begrüßung durch Herrn Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler folgen Grußworte des Vorsitzenden des Martin-Luther-King-Zentrums e. V., Herrn Georg Meusel, sowie eines Vertreters der Sächsischen Staatsregierung. Musikalisch wird die Vernissage durch die Jazz-Pop-Band "Land Über" aus Radebeul umrahmt. Abschließend wird es einen geführten Rundgang durch die Ausstellung und die Möglichkeit zum Gespräch geben.

Pressefreiheit als wesentlicher Bestandteil öffentlicher Meinungsfreiheit

Auf 22 Rollwänden behandelt die Exposition des Martin-Luther-King-Zentrums e. V. in einem Vorspann die Geschichte der Presse und den Kampf um Pressefreiheit. Schwerpunktmäßig werden die Zensurgeschichte, einschließlich der sog. „Schere im Kopf“, die Behinderung der Kirchenzeitungen und das Samisdat in der DDR sowie die Entstehung der parteiunabhängigen Zeitungen im Verlauf der Friedlichen Revolution und in den Monaten der Demokratisierung 1990 dokumentiert. Außerdem werden das Ost-West-Leserverhalten sowie die Chancen, Grenzen und Gefahren von Pressefreiheit in der Gegenwart beleuchtet.

Martin-Luther King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage Werdau e. V.

Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage mit dem Archiv DDR-Bürgerbewegung wurde 1998 von Vertretern der Friedensbewegung und der Konfliktforschung aus Ost- und Westdeutschland sowie von engagierten Jugendlichen vor Ort ins Leben gerufen. Es hat seinen Sitz im „Torbogenhaus” in Werdau-West.

Das Martin-Luther-King-Zentrum e. V. versteht sich als eine Initiative der Friedens- und Bürgerbewegung und der Aufarbeitung von DDR-Oppositionsgeschichte mit regionalem und überregionalem Arbeitsfeld. Es knüpft an das Gedankengut der gewaltfreien Konfliktlösung Martin Luther Kings an, wovon seinerzeit viel in die Friedens- und Bürgerbewegung in beiden deutschen Staaten bis hin zur Friedlichen Revolution in der DDR eingeflossen ist. Angesichts von Radikalisierung und Gewalt in unserer Gesellschaft möchten die Initiatoren das Erbe von Vertretern der Gewaltfreiheit bewahren, für die heutige Situation in Deutschland aktualisieren, selbst anwenden und weiter vermitteln. Am Beispiel des „aufrechten Gangs“ in der DDR 1989 möchten die Mitglieder zu Einmischung, Zivilcourage und Entwicklung von Bürgergesellschaft ermutigen. Das Martin-Luther-King-Zentrum bietet Bildungs- und Begegnungsmöglichkeiten an, insbesondere für Jugendliche.

Kontakt: Martin-Luther-King-Zentrum, Am Torbogen 5, 08412 Werdau, Tel./Fax: (0 37 61) 76 02 84/76 03 04 oder per Mail info@martin-luther-king-zentrum.de.

Besuch der Ausstellung

Die Ausstellung ist vom 4. November bis 16. Dezember 2009 montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden, zu sehen. Der Eintritt ist frei.