30. Leipziger Grafikbörse spielt mit dem Feuer

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Veranstaltung vom 20.01.2009 bis 18.02.2009

Die Leipziger Grafikbörse e. V. zeigt im Bürgerfoyer ab dem 21. Januar bis zum 18. Februar 2009 die Arbeiten von 123 Künstlern zum Thema „Spiel mit dem Feuer“. Die Vernissage findet am Dienstag, dem 20. Januar, um 18.00 Uhr statt.

Landtagspräsident Erich Iltgen und der Vorstandsvorsitzende des Vereins Reinhard Rössler laden herzlich zur Eröffnung ein, die durch Schüler des Dresdner Heinrich-Schütz-Konservatoriums musikalisch umrahmt wird. Die Einführung hält Dr. Richard Hüttel, der Leiter der graphischen Sammlung im Museum der bildenden Künste Leipzig. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Insgesamt nahmen 123 Künstler die Einladung zum „Spiel mit dem Feuer“ an. 81 Ausstellungsteilnehmer stammen aus Deutschland, 64 kommen aus Sachsen. 42 der ausländischen Künstler leben und arbeiten in Paris. Zu sehen sind Tiefdrucke, die in verschiedensten Radierungsarten entstanden - darüberhinaus Kupferstiche, Arbeiten in Schabkunst und Photogravuren. Außerdem werden Hochdrucke in Holz und Lino, Allgraphie und Offsetlitho gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 88 Seiten, der über die Grafikbörse bezogen werden kann.

Rot und Feuer dominierten

Unter dem sprichwörtlichen Motto „Spiel mit dem Feuer“ sind vielfältige philosophische, historische oder mythologische Interpretationen denkbar, gegründet auf Empfindungen und Erfahrungen alltäglicher wie allgemeiner Natur und ebenso auf Ängsten wie Gefährdungen. „Feuer“ als Quelle von Wärme, für Leben wie für Liebe, aber auch als verzehrende und zerstörende Flamme, für Chaos und Tod. In den Mythen der alten Griechen bringt Prometheus den Menschen nicht nur das Feuer, sondern lehrt sie auch, es zu nutzen. Er hatte es Hephaistos zuvor gestohlen und wurde dafür von Zeus bestraft und an einen Felsen geschmiedet. So wurde das Feuer für die Menschen zu einer Erfahrung positiver wie negativer Natur und fahrlässiger Umgang damit im wortwörtlichen wie übertragenen Sinn zu einem Spiel, das zerstören und vernichten kann. Nicht nur auf einem Vulkan zu wandeln, lässt den Boden unter den Füßen heiß werden – auch Brandreden können auf Gefahren aufmerksam machen und direkte Gewalt erzeugen. Wer wüsste nicht, dass „kein Feuer so heiß brennen kann, wie die Liebe“. In vielen Erwähnungen in der Bibel erweist sich das Feuer als ein wesentliches Thema, worunter nicht nur die „Hölle“ und das „Purgatorium“ wie in Dantes „Göttlicher Komödie“ zu verstehen sind, sondern vielmehr auch auf die Katastrophen gedeutet werden soll, die die Menschheit bedrohen.

Die Leipziger Grafikbörse

Die Leipziger Grafikbörse e. V. versteht sich als Interessenvertretung von Künstlern, die Druckgrafiken schaffen. Sie setzt sich für die Verbreitung, Förderungen und Manifestierung der Druckgrafik als eigenständiges Genre bildender Kunst ein. Die Börse wurde im Jahre 1972 als Arbeitsgruppe Leipziger Künstler gegründet. Sie wirkt seit 1991 als eingetragener Verein und vertieft inhaltliche Anliegen durch thematische Vorgaben. Damit regt sie die Künstler zur thematischen Auseinandersetzungen an. Vorwiegend präsentiert sie zeitgenössische Druckgrafik aus Sachsen - seit dem Jahr 2000 auch aus anderen europäischen Ländern. Im Sächsischen Landtag ist die Grafikbörse zum dritten Mal zu Gast.

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